Wirtschaft

Österreich kämpft gegen Amazon

08.06.2020 • 11:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (c) APA/BKA/CHRISTOPHER DUNKER (CHRISTOPHER DUNKER)

Die Wirtschaftsministerin plant ein virtuelles „Kaufhaus Österreich“.

Viele österreichische Einzelhändler hätten ihr gegenüber beklagt, sie würden im Internet nicht gefunden. Man baue an einer E-Commerce-Plattform für den digitalen Einkauf in Österreich, sagte Schramböck am Montag in einer einstündigen Sondersendung auf ORF III.

Eine Plattform, die in diese Richtung geht, betreibt die Österreichische Post mit shöpping.at. Auch das Preisvergleichsportal Geizhals zeigt, wo welche Produkte gekauft werden können, ob sie lagernd sind und ob eine Abholung in der Nähe möglich ist. In der ORF-Sendung wurde das Start-up markta vorgestellt, ein digitaler Bauernmarkt.

Startschuss für „Digitalen Aktionsplan Austria“

Wegen der Coronakrise gibt es derzeit viele Aufrufe, die Geschäfte ums Eck zu unterstützen. Die Idee, die Wertschöpfung in der Region zu halten, erlebt durch die Krise neuen Zulauf. Die WKÖ-Plattform unter www.wko.at/regionaleinkaufen ist eine der Initiativen, die das regionale Einkaufen propagiert.

Schramböck gab im ORF-Fernsehen den Startschuss für die Erarbeitung eines „Digitalen Aktionsplan Austria“. Sie will damit Österreichs Unternehmen mit Förderungen bei der Digitalisierung unterstützen. Durch die Coronakrise habe sich die Entwicklung beschleunigt, „wir wurden in die digitale Zukunft gebeamt“, sagte Schramböck.