Wirtschaft

Weniger Kurzarbeit dank Öffnung

02.03.2021 • 11:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Arbeitsminister Kocher, Finanzminister Blümel und Wirtschaftsministerin Schramböck geben Auskunft
Arbeitsminister Kocher, Finanzminister Blümel und Wirtschaftsministerin Schramböck geben Auskunft (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Regierung hat Zahlen vorgelegt, wie sich Öffnung im Handel ausgewirkt hat.

Erstmals seit Weihnachten 2020 ist die Zahl der Menschen in Österreich ohne Arbeit unter die 500.000er-Marke gesunken. Das gaben die ÖVP-Minister Martin Kocher, Gernot Blümel und Margarete Schramböck am Dienstag in einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt bekannt. Aktuell seien rund 490.000 Personen arbeitslos gemeldet oder in einer AMS-Schulung. Das Arbeitsmarktservice selbst vermeldete mit Stichtag 28. Februar noch 509.000 Arbeitslose.

Den Regierungsangaben zufolge ist auch die Zahl der Kurzarbeiter gesunken. Derzeit seien rund 478.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet, um 7.000 weniger als in der Vorwoche. Die Minister sprachen von einem positiven Trend. So liege die vom Wifo geschätzte Wirtschaftsleistung aktuell nur mehr 8 Prozent hinter dem Vorjahreswert, und nicht mehr bei einem Minus von 13 Prozent, wie am Ende des harten Lockdowns. Allerdings falle die Erholung schwächer aus als nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020.

Laut Finanzminister Blümel wurden beim Ausfallsbonus von den bisher beantragten 204 Millionen Euro 84 Millionen Euro ausbezahlt. Insgesamt gibt es bis dato 29.299 Anträge. Demnach beträgt die durchschnittliche Summe pro Antrag knapp 7.000 Euro.

Unterschiedliche Erholung

Der coronabedingte Ausfall der Tourismus-Wintersaison belastet den Arbeitsmarkt besonders. Zuletzt waren rund 78.000 Arbeitskräfte aus Gastronomie und Hotellerie ohne Job. Tirol ist stark betroffen. Gegenüber dem Vormonat gab es 26.500 Betroffene weniger. Allerdings sei der Bereich Industrie und Gewerbe bereits wieder fast am Niveau vor der Krise, sagt Schramböck.

Die Wirtschaftsministerin betont auch die große Bedeutung der Pharmabranche in Österreich, in der rund 55.000 Menschen arbeiten. Seitens der EU fordert sie bei der Zulassung von Impfungen und Medikamenten eine höhere Geschwindigkeit.