Österreich

Corona hat Rotes Kreuz fest im Griff

24.02.2021 • 15:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Corona hat Rotes Kreuz fest im Griff

85.000 Helfer leisten seit Ausbruch der Pandemie Unglaubliches.

Am 25. Februar 2020 gab es die ersten offiziellen Covid-Fälle in Österreich, seitdem hat sich das Leben der Rotkreuz-Mitarbeiter schlagartig verändert. Eine Herausforderung für ganz Österreich und insbesondere die Einsatzorganisation, die zusätzlich zum regulären Betrieb voll im Covid-Einsatz steht. Die Rotkreuz-Bilanz nach einem Jahr Pandemie: über 2,8 Millionen Tests, rund 100.000 Infektionstransporte und 125 betriebene Teststellen im Februar.

„Danke an alle, die seit Monaten für die Menschen in Österreich im Dauereinsatz sind. Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll und unersetzbar die vielen Freiwilligen für unsere Gesellschaft sind“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. Das Rote Kreuz mobilisierte innerhalb kürzester Zeit zahlreiche gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seitdem im Einsatz sind, viele in ihrer Freizeit. Das Rote Kreuz hat rund 85.000 Helferinnen und Helfer in Österreich, unter ihnen rund 74.000 Freiwillige.

Anpassungen und neue Angebote

Neben dem Rettungsdienst mussten auch die anderen Rotkreuz-Leistungen an die neuen Bedingungen angepasst werden. Der Besuchsdienst findet vielfach telefonisch statt, bei den Team Österreich Tafeln wurden während des ersten Lockdowns auch fertig gepackte Lebensmittelpakete ausgegeben und an Risikogruppen zugestellt. Die Lernbegleitung des Jugendrotkreuzes für bildungsbenachteiligte Schüler findet seit der Pandemie auch online statt. Dadurch konnten in den letzten zwölf Monaten rund 3000 Kinder und Jugendliche weiterhin erreicht und in 20.000 Lerneinheiten gefördert werden.

Während der Pandemie startete das Rote Kreuz auch neue Leistungen, wie die Stopp Corona-App und die Rekonvaleszenten-Plasmaspende. Die Stopp Corona-App zählt mittlerweile 1,4 Millionen Downloads und kann grenzüberschreitend genutzt werden. Über 11.000 Nutzer warnten ihre App-Kontakte bereits über eine Covid-Erkrankung oder den Krankheitsverdacht.

Um Schwerkranken zu helfen, meldeten sich viele Covid-Genesene beim Roten Kreuz und leisteten mehr als 600 Rekonvaleszenten-Plasmaspenden. Eine Rekonvaleszenten-Plasmaspende kann Covid-Kranken, die selbst nicht ausreichend Antikörper bilden, helfen, die Erkrankung zu überwinden.