Kärnten

Corona-Cluster nach Faschingsparty

19.02.2021 • 14:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Elf Faschingsnarren aus verschiedenen Haushalten sollen in Bleiburg gefeiert haben
Elf Faschingsnarren aus verschiedenen Haushalten sollen in Bleiburg gefeiert haben drubig-photo – stock.adobe.com (Symbolfoto)

Kärnten: Private Faschingsfeier hat weitreichende Folgen.

Nicht nur im Bezirk Hermagor wird trotz Verboten gefeiert – auch in Bleiburg gehts mitunter rund: Am Faschingsdienstag sollen sich in einem Privathaus fünf Personen einer Familie zu einer Party getroffen haben, bestätigt Gerd Kurath, Chef des Landespressedienstes (LPD), entsprechende Recherchen der Kleinen Zeitung. Im Laufe des Tages sollen dann weitere Gäste (insgesamt sechs Personen) aus der Nachbarschaft zu der Feier gestoßen sein.

Nach ersten Ermittlungen der Bezirkshauptmannschaft (BH) Völkermarkt hätten einige Partybesucher schon vor der Feier Corona-ähnliche Symptome gehabt. Ob, das tatsächlich zutrifft, müsse aber erst geklärt werden, so Kurath.

„Total unkooperativ“

Am Tag nach der Feier rief zumindest ein Partyteilnehmer die Corona-Hotline 1450 an, wurde getestet – und war positiv. Nicht der einzige Infizierte. Mittlerweile lassen sich sieben positive Coronafälle auf die Feiernden zurückführen. Nicht alle haben sich aber bei der Party angesteckt, auch Arbeitskollegen sind betroffen. „Das Contact Tracing ist noch nicht abgeschlossen„, sagt Kurath. Es sei nicht auszuschließen, dass es weitere Infizierte gebe.

Und das Contact Tracing war zu Beginn nicht einfach: Die Teilnehmer der Feier seien laut LPD-Chef „total unkooperativ“ gewesen: „Es wurde alles abgestritten.“ So sei etwa aus der Faschingsparty ein Spieleabend geworden. „Aber mittlerweile hat sich das geändert. Der Ernst der Lage dürfte eingesehen worden sein“, sagt Kurath.

„Gleiche Indexperson“

Draufgekommen ist die BH Völkermarkt überhaupt erst, weil sich die sieben Infektionen immer auf die „gleiche Indexperson“, sprich den gleichen Ausgangspunkt, zurückführen ließen, erklärt Kurath. Welche Konsequenzen (verwaltungsstrafrechtlich und/oder strafrechtlich) der „Spieleabend“ für die Teilnehmer haben wird, müsse erst ermittelt werden. Das werde noch dauern, so Kurath. Für einige könnte es aber Ernst werden: Denn sie sollen nicht nur gegen übliche Corona-Verordnungen verstoßen haben, sondern etwa auch gegen Ausgangssperren, weil sie in dem Haus übernachtet haben sollen.

Besonders pikant: Einer der Partygäste soll – freiberuflich – im Contact Tracing tätig sein.

Es gilt die Unschuldsvermutung.