Kärnten

Schwerer Absturz nach Heiratsantrag

29.12.2020 • 11:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf dem Falkert (Symbolbild) kam es zu dem schweren Unglück
Auf dem Falkert (Symbolbild) kam es zu dem schweren Unglück KK/Bolesch

Gerade noch war Paar überglücklich, dann passierte die Tragödie.

Zu einem tragischen Unglück ist es am Sonntag am Falkert gekommen. Eine 33-Jährige und ein 27-Jähriger sind 200 Meter in die Tiefe abgerutscht und wurden dabei schwer verletzt. Nun wurden die genauen Hintergründe bekannt. So hatte der 27-Jährige nur wenige Minuten vor dem Unfall um die Hand seiner Freundin angehalten.

„Ich habe ihr am Gipfel einen Antrag gemacht. Am Weg hinunter haben wir dann dahingeplant und ich denke, sie war kurz unaufmerksam vor lauter Freude“, erzählt der junge Mann. Aktuell liegt er mit Brustwirbelfrakturen im Krankenhaus. „Sie ist an mir vorbeigeschlittert. Ich habe schnell hingefasst, bin dabei aber selber mitgerissen worden.“ Die 33-Jährige erlitt bei dem Unfall eine schwere Gehirnerschütterung.

200 Meter abgestürzt

Nach Ermittlungen der Alpinpolizei ist der 27-Jährige beim Versuch, die stürzende Frau aufzuhalten, ausgerutscht. In der Folge schlitterten beide etwa 100 Meter über steiles Gelände und stürzten 15 Meter im freien Fall über einen Felsen. Dort blieb der Mann vor einem weiteren Felsvorsprung im Tiefschnee hängen. Die Frau stürzte auch über diesen Felsen und schlitterte nochmals etwa 100 Meter bis knapp oberhalb des zugefrorenen Falkertsees, wo sie regungslos liegen blieb. Der Hüttenwirt der Seehütte am Falkertsee barg die Frau schließlich mit seinem Skidoo und brachte sie zur Seehütte, wo sie von einem zufällig anwesenden Arzt erstversorgt wurde. Der Mann wurde mittels Seilbergung per Hubschrauber vom Felsvorsprung geborgen.

Mit Schneeschuhen und Steigeisen unterwegs

Meldungen, dass das Pärchen schlecht für die Wanderung ausgerüstet war, weist der 27-Jährige zurück. Beide waren mit Schneeschuhen und Steigeisen unterwegs, wie er klarstellt. „Wir haben die Ausrüstung teilweise beim Sturz verloren. Meiner Verlobten hat es sogar die Stiefel beim Aufprall ausgezogen“, sagt der 27-Jährige, der regelmäßig Schneewanderungen unternimmt. „Ich kenne die Nockberge gut. Aber ich kann noch so erfahren sein, in dem Moment war meine Reaktion zu schnell und ich habe mich selbst gefährdet.“

Bei dem Mann handelt es sich übrigens um einen gebürtigen Kärntner, der zusammen mit seiner Verlobten aus Niederösterreich die Feiertage bei seiner Familie verbringen wollte. Zuvor hatte sich das Paar auf das Coronavirus testen lassen, wie der 27-Jährige erzählt.

Trotz des tragischen Unglücks halten die beiden dem Falkert aber die Treue. So steht schon jetzt fest: Dort soll die Hochzeit des Pärchens stattfinden.