Österreich

Bestatter ließ falsche Leiche einäschern

19.11.2020 • 17:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Sujetbild APA/HELMUT FOHRINGER

In Niederösterreich ließ ein Bestatter falsche Leiche einäschern.

Als ein anderer Bestatter vergangene Woche den Verstorbenen abholen wollte, bemerkten die Mitarbeiter der Pathologie, dass dieser nicht mehr da war, bestätigte Rainer Wernhart, Sprecher der Bestatterinnung, am Donnerstag Medienberichte. Es stellte sich heraus, dass der Tote bereits eingeäschert worden war.

Bei der Übergabe einer Leiche galt laut Sprecher ein Vieraugenprinzip, bei der sowohl Prosektur als auch Bestatter Hand- und Fußzettel mit Namen und Geburtsdatum der verstorbenen Person kontrollierten. Weil Mitarbeiter von Bestattungsunternehmen die Spitäler wegen des Coronavirus aktuell nicht betreten dürften, finde dies jedoch nicht mehr gemeinsam statt. Der Leichnam werde stattdessen durch eine Schleuse übergeben. „Beide Instanzen müssen sich versichern, dass sich die richtige Person im Sarg befindet“, so Wernhart. Die konkrete Übergabe mache jedes Krankenhaus „ein bisschen anders“.

Angehörigen werden psychologisch betreut

Die Angehörigen des fälschlicherweise eingeäscherten Verstorbenen wurde psychologisch betreut, berichtete der Sprecher. Die Urne sei beigesetzt worden. Das Spital habe bereits den Hinterbliebenen „tiefes Bedauern und Beileid“ ausgesprochen, berichteten Medien.