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Tote, Verletzte und Verschüttete in Türkei

30.10.2020 • 14:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Zentrum des Bebens in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir gelegen
Das Zentrum des Bebens in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir gelegen AP

Westtürkei und Teile Griechenlands von Erdbeben und Tsunami getroffen.

Bei einem schweren Erdbeben in der Ägäis sind in der Westtürkei mehrere Gebäude eingestürzt und Menschen verschüttet worden. Auch auf der griechischen Insel Samos kam es zu Schäden und einem Tsunami. Die Aufklärungsarbeiten hielten an, sagte der türkische Umweltminister Murat Kurum dem Fernsehsender TRT am Freitag.

Nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis melden türkische Medien vier Tote. 120 Menschen seien verletzt worden, berichtete der Nachrichtensender TRT am Freitag. Über die genaueren Umstände war zunächst nichts bekannt. Nach dem Erdbeben waren in der Westtürkei mehrere Gebäude eingestürzt und Menschen verschüttet worden. Das Meer trat über seine Ufer.

Das Beben hatte nach Angaben der nationalen türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Das Zentrum des Bebens in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir gelegen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. TRT zeigte Bilder von eingestürzten Mehrfamilienhäusern und von Staubwolken über der Stadt Izmir. Es wurde von Panik auf den Straßen während des Bebens berichtet, Telefonverbindungen seien unterbrochen gewesen.

Auch in Griechenland spürbar

Auch in Griechenland waren die Erschütterungen zu spüren. Besonders die Insel Samos ist betroffen, dort gab es Berichte über Gebäudeschäden. In der Kleinstadt Vathy gab es einen Tsunami. Griechische Fernsehsender zeigten Bilder von der überfluteten Küstenpromenade, wo das Wasser Autos wegspülte. Auch auf Bildern aus dem türkischen Seferihisar waren überflutete Gassen zu sehen. Berichten zufolge hatte es auch dort einen kleinen Tsunami gegeben.

Nach Berechnungen des deutschen Geoforschungszentrums (GFZ) in Potsdam erreichten die Wellen Höhen von mehr als 1,5 Metern; sie könnten an der Küste womöglich bis zu drei Meter hoch auflaufen. Laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien hatte das Beben eine Magnitude von 7,0. Der Erdstoß wurde an allen seismischen Stationen des Erdbebendienstes der ZAMG aufgezeichnet, hieß es in einer Aussendung. Die Erschütterungen seien bis nach Athen und Istanbul zu spüren gewesen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan richtete sich in einem Tweet an die Bevölkerung. Man stehe den vom Erdbeben betroffenen Menschen mit allen Mitteln bei.