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Lucas Braathen gewinnt erstes Saisonrennen

18.10.2020 • 12:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stefan Brennsteiner war der beste Österreicher, landete auch nur im Mittelfeld
Stefan Brennsteiner war der beste Österreicher, landete auch nur im Mittelfeld GEPA pictures

Der 20-Jährige Norweger gewann den Riesentorlauf zum Saisonstart.

Das erste Herren-Rennen der neuen Saison brachte einen Premierensieger. Der 20-jährige Norweger Lucas Braathen siegte erstmals im Weltcup und ließ Marco Odermatt (+0,05) und den Halbzeitführenden Gino Caviezel (+0,46) hinter sich.

Braathen war nach dem ersten Druchgang Fünfter, hatte aber nur 24 Hundertstel Rückstand auf den Schweizer Caviezel. Ein Toplauf wies die Konkurrenz dann in die Schranken. Topstar Henrik Kristoffersen landete nach verpatztem zweiten Lauf nur auf Rang fünf.

Dem Premierensieger fehlten die Worte: „Die Emotionen sind unglaublich. Ich wusste, dass ich aufs Podest fahren kann, aber das ist einfach ein Wahnsinn.“ Aber er gab sich auch selbstbewusst: „Ich bin ja auch hier für Podestplätze nicht für fünfte Plätze.“

Die Schweizer Abordnung war sehr zufrieden: „Das ist ein Start nach Wunsch, so kann es weitergehen“, sagte Odermatt. „Ich bin rundum zufrieden, habe lange darauf gewartet. Dass ich jetzt mit meinem Freund Marco zusammen am Podest stehen kann, ist unglaublich“, weinte Caviezel der vergebenen Halbzeitführung keine Sekunde nach.

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Österreicher hatten mit der Entscheidung nichts zu tun

Den ÖSV-Herren ging es im ersten Durchgang des Riesentorlaufs in Sölden wie am Vortag den Damen: Die Österreicher hatten beim Saisonstart mit der Spitze nichts zu tun. Bester Österreicher wurde Stefan Brennsteiner als 17. „Oben bin ich nicht richtig hineingekommen, aber wenigstens bin ich in den Punkterängen gelandet“, sagt Brennsteiner, der noch viel Arbeit sieht: „Seit Jahren arbeiten wir als Mannschaft gnadenlos, das muss irgendwann belohnt werden“.

Sonst kamen nur noch Matthias Mayer (25.) und Vincent Kriechmayr (24.) ins Ziel. „Es ist zunächst mein Ziel, im Riesentorlauf konstant in die Punkte zu fahren, von dem her müsste ich zufrieden sein. Aber wenn ich sehe, was drinnen gewesen wäre, bin ich es nicht ganz“, sagt Krichmayr. Mayer war im zweiten Durchgang „einfach zu passiv.“ Die interne Wette der beiden Speed-Spezialisten hatte Kriechmayr knapp gewonnen. „Denn wer vor dem anderen landet, muss am Abend eine Pizza ausgeben“, sagte Mayer mit einem Grinsen.