Österreich

Frau lebte mit 14 Hunde auf engstem Raum

22.09.2020 • 12:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sie wurden in einer Tierklinik medizinisch versorgt, kastriert, geimpft und gechippt
Sie wurden in einer Tierklinik medizinisch versorgt, kastriert, geimpft und gechippt PFOTENHILFE

Oberösterreich: Zwei starben, restliche Tiere abgenommen.

Eine Frau hat in Braunau 14 Hunde auf engstem Raum in einer Wohnung gehalten („Animal Hoarding“). Zwei Tiere waren bereits gestorben, als die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe mit Unterstützung der Polizei einschritt und die Hunde aus ihrer Lage befreite. Die vollkommen uneinsichtige Frau soll bereits in Villach und Salzburg einschlägig bekannt sein, berichtete die Pfotenhilfe am Dienstag.

„Mit zwei Tierrettungs-Bussen transportierten wir die zwölf total verwahrlosten Hunde zu uns auf den Tierschutzhof, wo wir sie zunächst stundenlang baden und die gröbsten Verfilzungen entfernen mussten. Ihr Fell war mit Kot und Urin durchtränkt und schon so stark verfilzt, dass die Haut bereits sehr wund war“, berichtete Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler in einer Presseaussendung.

Werden in die Tierklinik versorgt

Die Vierbeiner hatten entzündete Hautstellen und Bissverletzungen von Rangkämpfen, „viel zu lange Krallen zeigen deutlich, dass mit den Hunden nie Ausflüge ins Freie gemacht wurden“, sagte Stadler weiter. Sie wurden in einer Tierklinik medizinisch versorgt, kastriert, geimpft und gechippt wurden. Zwei Hunde hatten sogar Tumore, die operativ entfernt wurden.

Frau lebte mit 14 Hunde auf engstem Raum
Die Vierbeiner hatten entzündete Hautstellen und Bissverletzungen von RangkämpfenSonstiges

Die uneinsichtige Frau halte sich aktuell in Hallwang in Salzburg auf und soll schon wieder einen neuen Hund haben. „Das Problem ist, dass Animal Hoarding eine Krankheit ist, die meist viel zu lange nicht erkannt wird“, erklärte Stadler. „Die Betroffenen glauben, dass sie ohne Tiere nicht leben können und häufen so viele wie möglich an. Dabei bemerken sie nicht, dass sie völlig überfordert sind und es den Tieren sehr schlecht geht.“ Sie hofft möglichst schnell auf ein dauerhaftes Tierhaltungsverbot für die Frau.