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500.000 Chinesen müssen in Lockdown

28.06.2020 • 13:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
500.000 Chinesen müssen in Lockdown

Zahl der Neuinfektionen in Peking ist seit Mitte Juni auf 311 gestiegen.

Rund eine halbe Million Chinesen, die in der Nähe von Peking leben, müssen wegen eines neuen Coronavirus-Ausbruchs in den Lockdown. Das teilten die chinesischen Behörden mit, nachdem am Sonntag die Zahl der Neuinfektionen in der Hauptstadt erneut gestiegen war.

Die akuten Infektionen in Peking lösten Befürchtungen eines weitläufigen Wiederaufflammens des Virus in China aus. Nach zwei Monaten ohne neue Ansteckungen in Peking ist die Zahl der Neuinfektionen seit dem 11. Juni auf 311 gestiegen.

Markt als Ausgangspunkt?

Als Ausgangspunkt wird der Xinfadi-Markt in Peking vermutet, der nach Behördenangaben seit dem 30. Mai von rund 200.000 Menschen besucht wurde. Auf dem Lebensmittelgroßmarkt wird ein Großteil der Frischprodukte Pekings gehandelt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua belieferten auch Unternehmen aus Anxin den Xinfadi-Markt mit Süßwasserfischen.

Vergangene Woche wurden massenhaft Arbeiter von Großmärkten und Restaurants sowie Lieferkuriere auf das Coronavirus getestet. Auch Bewohner in Peking, die in gefährdeten Wohnvierteln leben, wurden kontrolliert.

„Wir haben keine Zeit, uns auszuruhen“

Die Tests sollten nun auf sämtliche Angestellte von Schönheits- und Friseursalons der Hauptstadt ausgeweitet werden, berichtetet die staatliche chinesische Zeitung „Global Times“. Der Pekinger Beamte Xu Hejian sagte am Samstag: „Wir haben keine Zeit, uns auszuruhen.“ Der chinesische Epidemiologe Wu Zunyou hatte hingegen vergangene Woche vor Journalisten noch gesagt, dass der Ausbruch in Peking „unter Kontrolle“ gebracht worden sei.