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Bayern wollen Sack zu machen

23.04.2021 • 15:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alaba und die Bayern wollen heute jubeln
Alaba und die Bayern wollen heute jubeln AFP

Mit Sieg bei Mainz kann der FC Bayern am Samstag Meistertitel fixieren.

Hansi Flick will mit Bayern München schon am Samstag in Mainz den 31. Meistertitel der Clubgeschichte perfekt machen. „Es ist wichtig, dass wir die Meisterschaft einfahren. Das wollen wir so schnell wie möglich machen“, sagte der mit Saisonende scheidende Trainer vor dem Spiel gegen den Tabellen-13. Vier Runden sind in der Bundesliga noch ausständig. Am neuerlichen Meistertitel für die Bayern – dem neunten in Folge – zweifelt keiner mehr.

David Alaba steht vor dem zehnten mit den Münchnern. Der wie Flick seine Abschiedsspiele bestreitende Wiener hat damit gemeinsam mit Thomas Müller einen Rekord inne. Kein anderer Spieler holte öfter die deutsche Meisterschale.

Sabitzer laboriert an der Wade

Der Titel wäre Flicks Abschiedsgeschenk an den Rekordchampion. Auf der Couch wollen die Bayern nicht Meister werden. Bei einer Niederlage hinge der Titel vom Ausgang des Heimspiels von Verfolger RB Leipzig am Sonntag gegen den VfB Stuttgart ab. Leipzig muss dabei auf Kapitän Marcel Sabitzer verzichten, dessen Wadenprobleme wieder akut wurden.

Einen Spaziergang in Mainz erwarten die Dauer-Meister freilich nicht. Die Mainzer stecken zwar noch im Abstiegskampf. Insofern trifft es sich gut, dass sich das Bayern-Lazarett lichtet. Neben Torjäger Robert Lewandowski ist auch Leon Goretzka wieder fit. Auch Nationalspieler Serge Gnabry könnte nach einer Corona-Infektion erstmals wieder zum Kader gehören.

Lewandowski jagt Müller

Im Fokus aber steht Lewandowski. Ende März hatte sich der Weltfußballer in der WM-Qualifikation beim 3:0 mit Polen gegen Andorra eine Bänderverletzung im rechten Knie zugezogen. Er fehlte den Bayern schmerzlich beim Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain. Jetzt kehrt Lewandowski zurück und kann die Jagd auf den ewigen 40-Tore-Saisonrekord von Gerd Müller fortsetzen.

„Ob ich das schaffe, weiß ich nicht. Es gibt vier Spiele, um den Rekord zu brechen, und das bedeutet, dass ich mindestens sechs Tore schießen muss“, sagte Lewandowski. Flick weiß, wie wichtig seinem Torjäger der Rekord ist. „Wir werden alle versuchen, ihn zu unterstützen“, kündigte der Coach an. Bei 35 Toren steht Lewandowski.

„Endspiel“ für Glasners Wolfsburger

Abgesehen von der Meister-Entscheidung steht der Kampf um die Champions-League-Plätze und damit das Duell zwischen dem VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund im Mittelpunkt. Der drittplatzierte Club von Oliver Glasner wäre mit einem Sieg über den fünf Punkte zurückliegenden Tabellenfünften so gut wie fix in der Königsklasse. „Es hat ein bisschen einen Endspiel-Charakter – für Dortmund aber noch mehr als für uns“, sagte Glasner.

Außerdem meinte der Oberösterreicher: „Klar ist: Wenn wir das Spiel gewinnen, sind wir weg von Borussia Dortmund. Das wollen wir erreichen. Wenn du so kurz vor dem Ende der Saison auf Platz drei stehst, kann es nur ein Ziel geben: Wir wollen in die Champions League“, sagte der VfL-Trainer.

Das gilt auch für Eintracht Frankfurt, das Team von Glasners Landsmann Adi Hütter. Die Hessen haben als Vierter vier Punkte Vorsprung auf Dortmund und treten auswärts gegen den Sechsten Bayer Leverkusen an.