Sport

Das Hoffen auf das Handballwunder

18.01.2021 • 13:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Teamchef Ales Pajovic
Teamchef Ales Pajovic AFP

Österreich trifft heute in der WM auf Norwegen.

Kurz bevor bei Österreichs Team die negativen Ergebnisse der PCR-Tests hereingeflattert sind, wurde das erste Spiel der WM abgesagt. Die Kapverden hatten nach einem weiteren Fall zu wenige Spieler für die Partie gegen Deutschland. Die Afrikaner sind bereits nur mit zehn Spielern und dem Trainer stark dezimiert angereist. Bei einem, der bereits an Corona erkrankt war und wieder genesen ist, wurde das Virus nachgewiesen. Auch in so einem Fall macht der Verband keine Ausnahme und das Spiel wurde mit 10:0 für die Deutschen gewertet, die somit fix in der Hauptrunde stehen.

Um die zu erreichen, müsste Österreich das wohl Unmögliche möglich machen und Norwegen schlagen. „Mit einer erneut starken Abwehr, wenig Fehlern im Angriff und bei einer Tormannleistung von 40 bis 50 Prozent ist alles möglich“, erklärt Teamchef Ales Pajovic. Welchen zwei Keepern aus dem Trio Thomas Bauer, Thomas Eichberger und Florian Kaiper der Slowene heute das Vertrauen schenkt, entscheidet er erst. Es gibt allerdings nicht viele Aufgaben im internationalen Handball, die noch schwieriger sind, als die Truppe rund um Superstar Sander Sagosen (21 Tore in zwei Spielen) zu panieren. „Wenn sich eine Chance ergibt, muss man sie nutzen und darf keine Angst haben, zu gewinnen“, sagt Kreis Tobias Wagner. Er war dank eines ruhigeren Angriffsspiels bei der Niederlage gegen Frankreich Österreichs bester Werfer mit acht Toren: „Sie haben herausragende Spieler. Sagosen, Myrhol, Johannessen, Reinkind, Tonnesen und viele mehr, das sind alles Weltklassespieler. Wir müssen in der Deckung darauf achten, dass wir nicht alleine gegen sie stehen, müssen gut rücken, die Räume klein machen und sie so zwingen, aus schlechten Positionen zu werfen.“
Österreichs junges Team hat sich gegen Frankreich durchaus selbstbewusst präsentiert. Sportdirektor Patrick Fölser: „Man kann verlieren, aber die Frage ist, wie sehr man sich dagegen stemmt. Unsere jungen Spieler haben Verantwortung übernommen. Wenn man sagt, dass Spieler noch lernen müssen, dann muss man ihnen auch die Chance dazu geben.“