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„Der Bergisel ist ab und zu ’ne blöde Sau“

04.01.2021 • 12:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Markus Eisenbichler
Markus Eisenbichler AFP

Markus Eisenbichler zählt zu den Verlierern des Bergiselspringens.

Beim Bergiselspringen, das für seine schwierigen Verhältnisse bekannt ist, hat auch diesmal wieder die Tourneewertung durcheinandergewirbelt. Der große Gewinner ist Kamil Stoch, der mit seinem Sieg auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm und in Bischofshofen seinen bereits dritten Tournee-Adler gewinnen könnte.

Zu den großen Verlierern zählen Halvor Egner Granerud (15. in Innsbruck) sowie die beiden Deutschen Markus Eisenbichler (6.) und Karl Geiger (16.). Granerud war als Gesamtführender nach Innsbruck gereist und ist jetzt nur noch Dritter. „In Innsbruck gibt es nie faire Verhältnisse. Ich hatte hier noch nie einen guten Bewerb, es ist jedes Jahr dasselbe“, fluchte der Norweger.

Noch deutlicher wurde Eisenbichler, der für seine unverblümten Aussprüche bekannt ist: „Der Bergisel ist ab und zu einfach ’ne blöde Sau.“ Dabei hatte der 29-Jährige bis vor kurzem noch ein sehr gutes Verhältnis zu der Schanze, krönte er sich doch 2019 auf dem Bergisel zum Rahmen der Nordischen WM in Seefeld zum Doppelweltmeister.

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Bereits im Vorfeld des Springens hatte der Bayer ein paar markige Sprüche abgelassen. Auf die Frage, ob er nochmals Skispringer werden würde, antwortete er in der „Bild“-Zeitung: „„Niemals! Obwohl ich es liebe. Das ist alles viel zu fragil und filigran. Da muss wirklich alles – von der Trainingssteuerung bis zum Handschuh – exakt passen, um gut sein zu können. Es sind wirklich oft nur Winzigkeiten, die ein funktionierendes System kaputt machen können. Eishockeyspieler würde ich werden. Das sind coole Jungs, und im Mannschaftssport fällt es nicht sofort auf, wenn man mal nicht ganz so gut drauf ist.“