Sport

WAC fügt Salzburg Heimniederlage zu

21.12.2020 • 11:52 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Entscheidung: Peretz bezwingt Stankovic zum 3:2 für den WAC
Die Entscheidung: Peretz bezwingt Stankovic zum 3:2 für den WAC APA/KRUGFOTO

Wolfsberger gewannen beim Meister in hochspannendem Spiel 3:2.

Serienmeister Red Bull Salzburg hat sich mit einer 2:3-Heimniederlage gegen den WAC in die Winterpause der Bundesliga verabschiedet. Die Kärntner feierten in der 12. Runde dank eines Doppelschlags von Jonathan Scherzer (51.) und Dejan Joveljic (52.) sowie eines Treffers von Eliel Peretz (79.) den ersten Sieg in Salzburg und verbesserten sich in der Tabelle auf Platz sechs. Dem Meister droht hingegen, am Abend noch vom LASK von der Spitze gestoßen zu werden.

Im Abschiedsspiel von Dominik Szoboszlai, der sich im Winter Richtung Leipzig verabschiedet, holte Salzburg durch Mergim Berisha (64.) und Patson Daka (69.) zwar einen 0:2-Rückstand auf, wurde aber nicht zuletzt für eine matte erste Hälfte mit der dritten Saisonniederlage bestraft.

Der Schlager in Wals-Siezenheim bot in der ersten Hälfte ein gefälliges, wenn auch etwas schläfriges Duell auf Augenhöhe. Die „Bullen“ verzeichneten insgesamt eine leichte Überlegenheit, ohne dabei aber die ganz große Chance vorzufinden. Die besten hatte Patson Daka, der einmal im Sechzehner neben (14.) und gegen Ende der ersten 45 Minuten über das Tor (38.) zielte.

Der WAC, der hinten relativ wenig zuließ, hatte seinerseits eine gute Gelegenheit: Nach einem weiten, hohen Zuspiel von Goalie Alexander Kofler auf Dario Vizinger nämlich, dessen schneller Abschluss aber Beute von Cican Stankovic wurde (18.). Auch Matthäus Taferner hätte ein gutes Solo fast mit einem Treffer abgeschlossen, Stankovic war aber neuerlich am Posten (32.).

Plötzlicher Doppelschlag der Kärntner

Nach dem Seitenwechsel schien Salzburg dann aber den vorher vermissten Turbo zu zünden, gleich zum Auftakt verfehlten Berisha (46.) und Rasmus Kristensen (48.) das gegnerische Tor. Doch die etwas blutleere Vorstellung der Hausherren in der ersten Hälfte sollte sich rächen – und das innerhalb von nur 68 Sekunden gleich doppelt. Nach schöner Kombination bediente Joveljic Scherzer, der mit seinem ersten Bundesligator überhaupt auf 1:0 stellte. Und quasi in der nächsten Aktion infolge eines Ballverlusts erhöhte der Assistgeber nach Vorlage von Vizinger auf 2:0.

Salzburg drängte in der Folge auf den ersten Treffer, der nach fast einer Stunde auch fiel: Kofler konnte eine scharfe Kristensen-Hereingabe nicht gut genug klären, Berisha staubte ab. Wenig später leitete dann Szoboszlai im Konter mit Übersicht den Ausgleich ein, Daka stellte auf 2:2.

Salzburg schien am Drücker – Daka klopfte kurz darauf bei einem Schuss aufs lange Eck an der Stange an (74.) – und fing sich doch das dritte Gegentor ein: Peretz, der kurz davor bereits Stankovic geprüft hatte (76.), traf nach perfektem Zuspiel von Michael Liendl ins lange Eck und machte damit doch den Erfolg der „Wölfe“ perfekt. Auch, weil Kofler im Finish noch eine gute Parade gegen Berisha zeigte (90.).

LASK holt nur ein 1:1

Der LASK hat es verabsäumt, sich die „Winterkrone“ aufzusetzen. Die Oberösterreicher kamen zum Abschluss der 12. Runde bei der Wiener Austria über ein 1:1 nicht hinaus, konnten damit den Ausrutscher von Tabellenführer Salzburg nicht ausnutzen und beenden das Jahr 2020 in der Tabelle einen Zähler hinter den „Bullen“ und punktegleich hinter Sturm Graz, das eine Partie weniger ausgetragen hat, sowie vor Rapid auf Rang drei.

Benedikt Pichler (13.) schoss die Wiener überraschend früh voran, Thomas Goiginger (22.) gelang allerdings schnell der Ausgleich. Ein klares Chancenübergewicht der nach dem 1:3 gegen Salzburg neuerlich sieglos gebliebenen Gäste blieb in der Folge unbelohnt, auch da Rene Renner in der 97. Minute mit einem Foul-Elfmeter an Austria-Tormann Patrick Pentz scheiterte. Die Truppe von Coach Peter Stöger geht damit acht Spiele sieglos in die Winterpause, immerhin konnte nach den Niederlagen gegen Sturm und den WAC aber wieder einmal ein Punkt geholt werden. Mit elf Zählern liegt man als Zehnter nur vier Punkte vom Tabellenende entfernt. Der Rückstand auf das „Obere Play-off“ beträgt fünf Zähler.