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Austria zitterte sich ins Cup-Viertelfinale

15.11.2020 • 12:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Erst nach 120 Minuten ging die Austria Klagenfurt als Sieger vom Platz
Erst nach 120 Minuten ging die Austria Klagenfurt als Sieger vom Platz GEPA pictures/ Christian Ort

Hitzige Aktionen bestimmten Duell zwischen FAC und Austria Klagenfurt.

Das Cup-Spiel zwischen Austria Klagenfurt und dem Floridsdorfer AC hätte eigentlich schon vor knapp zwei Wochen stattfinden sollen. Der Terroranschlag in Wien sorgte für die Verschiebung des Achtefinalspiels. Mit dem Ausfall von Kapitän Markus Rusek war die Austria geschwächt, dafür stand Benjamin Hadzic wieder im Kader. Austria-Trainer Robert Micheu sprach die Favoritenrolle ab und erwartete ein ausgeglichenes Match. „Die Chancen stehen 50:50 auf den Sieg“, sagte er vor der Partie.

Ausgeglichenes, zerfahrenes Spielgeschehen

Diese Ausgeglichenheit präsentierten beide Mannschaften. Nach ungestümen Anfangsminuten nahmen zunächst die Klagenfurter das Spiel in die Hand. Kosmas Gkezos (8.) und Herbert Paul (13.) hatten mit gefährlichen Kopfbällen die Chance auf das 1:0. Nach zwanzig Minuten fanden die Floridsdorfer immer besser in die Partie und erarbeiteten sich Chancen. Nach Pass von Mirnes Becirovic scheiterte Milan Jurdik nur wenige Meter vor dem Tor an Austria-Schlussmann Philip Menzel (27.). Die Klagenfurter griffen früh in den Spielaufbau der Wiener ein und kamen immer wieder mit hohen Bällen – meist von der linken Seite – zu gefährlichen Situationen. In der 41. Minute durften sich die Klagenfurter dann kurz freuen. Nach einem zunächst geklärten Eckstoß fand der Ball den Weg zwischen mehrern Verteidigern zum Tor. Oliver Markoutz staubte ab, stand aber im Abseits. Aus dem Eckball-Übergewicht schlugen die Klagenfurter ebenfalls kein Kapital. Somit blieb es nach ausgeglichenen 45 Minuten beim 0:0.

Turbulente Schlussminuten

Im zweiten Spielabschnitt versuchten beide das Spiel mit langen Pässen schnell zu machen. In der Angriffszone fehlte aber die letzte Konsequenz. Mit einem Dreifachwechsel in der 64. Minute brachte Austria-Trainer Micheu mit Benjamin Hadzic und Darijo Pecirep mehr Offensiv-Kraft aufs Feld. Im Angriff konnten aber beide Mannschaften kaum Akzente setzen. Die letzten Minuten hatten es aber noch einmal in sich: Maximiliano Moreira wurde in der 84. Minute von Leomend Krasniqi im Strafraum leicht berührt. Schiedsrichter Kijas entschied auf Elfmeter, den FAC-Torwart Belmin Jenciragic nach einem unpräzisen Strafstoß von Markus Pink sicher hielt. Vier Minuten später landete ein Klärungsversuch der FAC-Verteidigung auf dem Fuß von Pecirep. Der hämmerte von der rechten Seite den Ball zum 1:0 ins Tor. In der 90. Minute bekamen diesmal die Floridsdorfer einen fragwürdigen Elfmeter zugesprochen. Marco Sahanek verwandelte sicher zum 1:1. Es ging in die Verlängerung.

Eine Standardsituation brachte den Klagenfurtern den Sieg in der Verlängerung. Eine vermeintlich ungefährliche Hereingabe von Philipp Hütter (95.) fand den Weg in die Maschen. Verkehr vor dem Tor machte eine Abwehr für den FAC-Schlussmann unmöglich. In der 120. Minute wurde Pecirep im Strafraum gefoult. Diesmal wurde der Elfer verwandelt.

ÖFB-Cup-Achtelfinale

Floridsdorfer ACAustria Klagenfurt 1:3 n.V.

Tore: Sahanek (90+1/FE) bzw. Pecirep (87., 120./FE), Hütter (95.)

Aufstellung Austria: Menzel; Moreira, Mahrer, Saravanja, Gkezos (72. Markelic); Cvetko, Jaritz (64. Hütter), Paul (64. Pecirep); Pink (107. Schulz), Markoutz (64. Hadzic), Straudi

FAC-Platz, SR Kijas