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„Jetzt sind die French Open mein großes Ziel“

15.09.2020 • 11:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dominic Thiem
Dominic Thiem AP

Thiem in Wien angekommen. Tennis-Star gab Einblick in seine Gefühlswelt.

Dominic Thiem wirkte entspannt und glücklich – aber auch müde, als er nach seinem Flug von New York nach Wien direkt nach der Landung zur Pressekonferenz erschien. „Ich habe von den letzten 50 Stunden nur zwei Stunden geschlafen – ich bin ziemlich paniert“, lachte der 27-Jährige.

Zu viele Gedanken gingen dem Lichtenwörther nach seinem Triumph durch den Kopf, darüber hinaus standen unzählige Termine auf dem Programm. Immer wieder wurde Thiem auf das epische Finale angesprochen, in dem er nahezu aussichtslos zurücklag. „Es war unglaublich. Ich habe nervös begonnen, weil ich schon im Hinterkopf hatte, dass ich erstmalig als Favorit in ein Grand-Slam-Finale gehe“, sagte die Nummer drei der Welt, „nach dem Matchball habe ich aber nur pures Glück empfunden.“

Noch konnte der frischgebackene US-Open-Sieger seinen Sieg noch nicht realisieren, sein nächstes Ziel hat er dafür schon fest im Blick: „Der Sieg bei den French Open! Die Umstellung auf Sand wird nicht allzu schwer und auch die körperlichen Strapazen werde ich bald überstanden haben.“

Nach seinem Triumph in Flushing Meadows wird der 27-Jährige neben Rom auch auf ein Antreten in Hamburg verzichten. „Die ganzen vier Wochen in der ‚Bubble‘ mit vielen anstrengenden Matches plus den ganzen Emotionen, dem ganzen Druck und dem verrückten Finale. Von dem her wäre es nicht gescheit, in Hamburg zu spielen“, gab Thiem Einblick. Er habe dabei abgewogen zwischen Matchpraxis und körperlich und geistig voll fit nach Paris zu kommen. „Da ist Zweites eindeutig wichtiger“, betonte der Ranglistendritte.

In der Heimat gönnt sich Thiem ein paar Tage Pause, zum Wochenende hin will er das Training auf Sand aufnehmen. „Am Mittwoch kommender Woche werde ich wahrscheinlich die Anreise nach Paris antreten. Aber jetzt freue ich mich einmal auf Dinge, die man nicht mit Geld kaufen kann: Zeit mit meinem Hund, der Familie, meinen Freunden und einfach die Freiheit genießen.“ Damit spielte der 27-Jährige auf seine Zeit in der New Yorker Bubble an: „Die Zeit dort war wirklich heftig, die Maßnahmen wirklich rigoros. So ähnlich wird es vermutlich auch bei den French Open zugehen.“