Sport

Macht nur halb so viel Spaß

02.06.2020 • 14:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Gernot Plassnegger (links) am 16. Juli 2011 im Admira-Trikot
Gernot Plassnegger (links) am 16. Juli 2011 im Admira-Trikot (c) GEPA pictures/ Walter Luger

Gernot Plassnegger war Teil des letzten Bundesliga-Geisterspiels.

Am 16. Juli 2011 fand das bislang letzte Bundesliga-Geisterspiel in Österreich statt. Rapid empfing zum Auftakt in die neue Saison die Admira – und Zuschauer waren im Hanappi-Stadion keine zugelassen. Die Bilder der Rapid-Hooligans, die im Derby nach 26 Minuten den Platz stürmten sind noch heute in bester Erinnerung.

Das Geisterspiel zwischen den Hütteldorfern und der Admira konnte die Wiener mit 2:0 für sich entscheiden. Mit Gernot Plassnegger war damals auch der heutige GAK-Trainer dabei.

Plassnegger war 2011 schon eher am Ende seiner Karriere angekommen. „Es war ein komisches Gefühl“, sagt der 42-Jährige über sein einziges Geisterspiel. „Man ist ja eigentlich den Lärmpegel gewohnt. Ich habe die Atmosphäre als Spieler immer genossen, auch wenn sie mich beschimpft haben.“ Wie ein Freundschaftsspiel wäre ihm das Match damals vorgekommen. „Du hast alles gehört, was die anderen gerufen haben – das ist ja sonst nicht der Fall.“ Seine Geisterspiel-Erfahrung nutzt ihm nun als Trainer wenig. „Ich glaube, da muss jeder Spieler auf seine Art damit klarkommen“, sagt er. Und sagt auch: „Tatsache ist, Fußball ohne Fans macht nur halb so viel Spaß.“

FUSSBALL - BL, Rapid vs Admira
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