Sport

Skandal um Top-Schiedsrichter

31.05.2020 • 15:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am 31. Juli 2014 leitet Slavko Vincic auch das Spiel zwischen PSV Eindhoven und St. Pölten
Am 31. Juli 2014 leitet Slavko Vincic auch das Spiel zwischen PSV Eindhoven und St. Pölten (c) GEPA pictures/ Walter Luger

Der slowenische Schiedsrichter Slavko Vincic wurde bei einer Razzia in Bosnien und Herzegowina festgenommen.

Slavko Vincic (40) hat wohl ein ernstzunehmendes Problem. Medienberichten zufolge ist der slowenische Unparteiische auf einer Ranch in Bosnien-Herzegowina festgenommen worden, während dort eine Sex-Party stattgefunden hatte. Insgesamt sollen bei der Razzia 30 Personen festgenommen worden sein. Vincic hat auf dem Rasen internationale Erfahrung gemacht, immerhin leitete er schon Champions-League-Spiele von Manchester City und Liverpool. Er war zudem auch bei der EM 2012 im Einsatz und leitete einige Qualifikationsspiele. Ob der Vorfall seine Karriere beeinflussen wird, ist offen. Der UEFA-Referee sprach von einem „Albtraum“ und „sehr schwierigen Zeiten“.

Von Polizei festgenommen

Die Feier soll Instagram-Model Tijana Maksimovic geschmissen haben. Sie war wegen Verbindungen zu einem Waffen-, Drogen- und Prostitutionsring von der Polizei ins Visier genommen worden. Während Vincic gleich verhaftet wurde, gelang der „Veranstalterin“ zuerst noch die Flucht. Beim Versuch, die Grenze nach Kroatien per Boot zu übertreten, klickten aber auch bei ihr die Handschellen. Die bosnische Polizei bestätigte den Vorfall: „Bei der Durchsuchung des Hauses und den von den Verdächtigen benutzten Fahrzeuge wurden 14 Päckchen Kokain, zehn Pistolen, drei Schutzwesten, über 10.000 Euro in verschiedenen Währungen, Telefone und Laptops gefunden und beschlagnahmt.“

Feier stellte sich für Vincic als Fehler heraus

Vincic beteuert in slowenischen Medien seine Unschuld: „Nach einem Treffen mit einigen Geschäftspartnern gab es eine Einladung zu einer Party auf einer Ranch, der sind wir dann auch gefolgt. Was sich als großer Fehler herausstellte. Ich bedauere das sehr. Ich saß mit meinen Geschäftspartnern an einem Tisch. Plötzlich stürmte die Polizei herein. Wir hatten nichts mit den anderen Personen zu tun, die festgenommen wurden. Wir wurden dann ebenfalls festgenommen und zur Polizeiwache gebracht. Als man dann später feststellte, dass wir die anderen Männer nicht einmal kannten, durften wir wieder gehen.“