Österreich

Kurz stellt 1G für Apres-Ski in Aussicht

18.09.2021 • 11:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kurz stellt 1G für Apres-Ski in Aussicht
APA/BARBARA GINDL

Apres-Ski: Bei Verschärfung der Corona-Situation, nur noch Zutritt für Geimpfte.

Apres-Ski nur noch für Geimpfte: In einem deutschen Zeitungsinterview macht Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) klar, dass wohl auch die heurige Wintersaison alles andere als normal sein wird. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärfe, werden nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten, sagte der ÖVP-Politiker der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Kurz argumentierte, dass 70 Prozent der Über-12-Jährigen in Österreich und die überwiegende Masse der Touristen geimpft seien. „Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege“, versuchte der Kanzler Sorgen zu zerstreuen, dass österreichische Ski- und Partyorte wie Ischgl wieder zu Corona-Hotspots werden könnten. Die Virusdrehscheibe Ischgl hatte zu Beginn der Pandemie im Vorjahr für zahlreiche Todesfälle quer durch Europa gesorgt. Die Republik Österreich sieht sich diesbezüglich im Rahmen einer Amtshaftungsklage mit Schadenersatzforderungen von Hinterbliebenen konfrontiert.

Niedrige Impfquote auch wegen FPÖ

Kurz sagte, dass die 3G-Regel für einen sicheren Winter sorgen werde, die Zutritt zu Gastronomie und Hotels nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete erlaube. Als einen der Gründe für die im Vergleich zu Deutschland niedrigere Impfrate nannte Kurz die Politik seines früheren Koalitionspartners, der rechten FPÖ. Statistiken zeigen, dass die Impfquote gerade in einigen alpinen Gemeinden der hauptsächlich von Wintertouristen frequentierten Bundesländer Tirol, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg niedrig ist.