Österreich

Hilfe aus Katastrophenfonds

18.07.2021 • 14:45 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Hilfe aus Katastrophenfonds

Kurz und Kogler versprechen den Geschädigten rasche Hilfe.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) haben am Sonntag den Geschädigte des Hochwassers Hilfe aus dem Katastrophenfonds zugesagt. „Die Bilder aus Teilen Österreichs und besonders aus Hallein oder dem Tiroler Unterland machen betroffen und schockiert. Wir werden als Bundesregierung alles in unserer Macht stehende tun, um den Betroffenen vor Ort zu helfen“, so Kurz in einem Statement.

„Die dafür notwendigen Mittel werden aus dem Katastrophenfonds des Finanzministeriums kommen, das haben wir den Ländern bereits zugesichert. Ich danke den Einsatzkräften und allen freiwilligen Helfern für ihren Einsatz für unsere Mitbürger“, so Kurz.

„Seit Stunden wüten extreme Unwetter in vielen Regionen Österreichs. Allen Menschen in den Krisengebieten, den Betroffenen und den Einsatzkräften, wünsche ich viel Kraft und passen Sie auf sich und einander auf. Ein besonderer Dank den Einsatzkräften, den vielen Freiwilligen, die jetzt schon Schlimmeres verhindern und die notwendigste Hilfe leisten konnten. Die Unwetter haben schon jetzt große Schäden hinterlassen und wir als Bundesregierung werden gemeinsam mit den Bundesländern die betroffenen Gemeinden und geschädigten Haushalte beim Wiederaufbau unterstützen“, unterstrich Kogler.

Dank an die Einsatzkräfte

„Seit vergangenem Freitag stehen nach Starkregenfällen und den folgenden Unwetterschäden tausende Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei insbesondere in Salzburg, Ober- und Niederösterreich, in Tirol und der Steiermark bei hunderten Einsätzen im Dauereinsatz“, sagte Innenminister Karl Nehammer am Sonntag in Wien. „Diese vielen Feuerwehrkräfte sowie Polizistinnen und Polizisten unterstützen und schützen die betroffenen Menschen mit ihrem vorbildhaften und entschlossenen Einsatz – ich danke ihnen ganz herzlich dafür.“

Glücklicherweise lägen derzeit keine Meldungen von Personenschäden vor, ergänzte der Innenminister. „Die Einsatzkräfte werden alles unternehmen, um den vielen Menschen, die von Schäden des Hochwassers betroffen sind, zu helfen und sie in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.“

„Die schweren Unwetter in Teilen Österreichs stellen unzählige Einsatzkräfte und freiwillige Helfer*innen vor große Belastungsproben und in manchen Gebieten ist nach wie vor keine Entwarnung in Sicht“, bedankt sich SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner bei den zahlreichen Einsatzkräften für ihren Einsatz.

„Die Organisationen, sei es die Feuerwehr, das Bundesheer, Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen, aber auch vor allem die vielen Freiwilligen, wie die Freiwillige Feuerwehr, leisten – teilweise unter Einsatz ihres Lebens – unverzichtbare Arbeit. Ihnen gebührt immer, aber vor allem an Tagen wie diesen, unser besonderer Dank!“, so Rendi-Wagner. Dankende und lobende Worte seien aber zu wenig. „Freiwillige Helfer*innen benötigen endlich mehr echte Wertschätzung und rasche finanzielle Unterstützung“, ist Rendi-Wagner überzeugt.

„Die Bilder, die uns aus den Katastrophengebieten erreichen, sind verheerend. Die durch Starkregen ausgelösten Überflutungen haben Wassermassen in Gang gesetzt, die eine große Zerstörungen zur Folge haben“, so Ministerin Elisabeth Köstinger. „Unsere Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung sind – gemeinsam mit den Einsatzkräften und unzähligen Freiwilligen – seit gestern im Dauereinsatz, um den Betroffenen zu helfen und weitere Schäden zu verhindern. Der Bund wird alles Nötige dafür tun, um die betroffenen Gemeinden zu unterstützen. Dafür werden Mittel aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung gestellt und schnellstmöglich nach Aufnahme der Schäden ausbezahlt.“ Leider könne noch keine Entwarnungen gegeben werden, weil weiterer Starkregen prognostiziert ist.

Österreichweite Unwetter-Hotline

Besonders betroffen von den jüngsten Unwettern waren Salzburg, Tirol, Oberösterreich sowie Teile Niederösterreichs und Wiens. „Genaue Schadenszahlen liegen noch nicht vor, aber wir rechnen auch dieses Mal mit Schäden in Millionenhöhe. Unsere Sachverständige sowie Sachbearbeiterinnen und -bearbeiter sind für unsere Kundinnen und Kunden im Einsatz. Schäden können aber auch ganz einfach telefonisch oder digital gemeldet werden“, erklärt Wiener Städtische-Vorstandsdirektorin Sonja Steßl.

Für Betroffene steht die kostenlose österreichweite Schadenshotline 050 350 355 der Wiener Städtischen rund um die Uhr zur Verfügung. Auch via Internet (http://www.wienerstaedtische.at)) können Kunden Schäden melden, und auch mittels der „losleben“-App der Wiener Städtischen kann ein Schaden einfach und unkompliziert eingereicht werden.