Österreich

Raser in Salzburg hielten Polizei in Atem

21.02.2021 • 16:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Raser in Salzburg hielten Polizei in Atem

Männer lieferten sich illegales Rennen und bretterten bis zu 200 km/h dahin.

Mehrere Zwischenfälle mit Rasern hat die Salzburger Polizei am Wochenende ziemlich auf Trab gehalten: Am Nachmittag lieferten sich zwei Männer auf der Westautobahn ein illegales Rennen und bretterten bis zu 200 km/h dahin. Am Abend hagelte es 27 Anzeigen nach einem Treffen der Tuningszene, berichtete die Polizei in einer Presseaussendung am Sonntag.

Der 31-jährige Salzburger und ein 24-jähriger Flachgauer hatten den Bereich zwischen dem Parkplatz Glanegg und der Ausfahrt Salzburg Süd zu ihrer Rennstrecke erklärt. Ein Führerscheinentzugsverfahren wurde eingeleitet. Am gleichen Tag waren auch drei Autofahrer auf der Tauernautobahn (A10) viel zu schnell unterwegs. Statt erlaubten 110 km/h zwischen Salzburg Süd und Hallein fuhren sie zwischen 164 und 179 Stundenkilometer.

Bei einem Treffen der Tuningszene bei Bergheim, Eugendorf bzw. in der Stadt Salzburg wurden insgesamt 20 Fahrzeuglenker wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen angezeigt. Sieben erhielten wegen anderer Verstöße eine Strafe. Ein 19-Jähriger Rumäne, der ebenfalls bei dem illegalen Tuning-Treffen war, schrottete auf der Flucht vor der Polizei in Eugendorfden Wagen seines Vaters. Als die Polizei einen durch die Teilnehmer verursachten Stau auflösen wollte, brauste er davon. Mit über 130 km/h flüchtete er vor einer Streife, welche die Verfolgung aufnahm. In einer Kurve verlor der Fahrer die Herrschaft über den Wagen und krachte gegen eine Leitschiene, teilte die Polizei mit.

Die Besucher des Tuning-Treffens hatten zwischen Bergheim, Eugendorf und der Stadt Salzburg ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei veranstaltet. Mehrere Fahrzeuge blockierten den Kreisverkehr bei der Autobahnabfahrt in Eugendorf. Vor den eintreffenden Streifenwagen türmte dann der Bursch. Der Wagen seines Vaters erlitt einen Totalschaden. Der 19-jährige Rumäne am Steuer sowie seine 16- und 18 Jahre alten Mitfahrer blieben unverletzt. Ein Alkotest verlief negativ. Er wurde wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit im Straßenverkehr angezeigt.

Wenige Stunden später passierte in der Stadt Salzburg ein folgenreicher Crash, bei dem ein 17-Jähriger verstarb. Der 18-jährige Lenker des Fahrzeuges hatte zugegeben, dass er zu schnell unterwegs war. Er und eine 16-Jährige am Beifahrersitz wurden bei dem Unfall ebenfalls verletzt. Dass dieser tödliche Unfall im Zusammenhang mit dem davor stattfindenden Tuning-Treffen stand, konnte die Polizei auf APA-Nachfrage nicht bestätigen.