Österreich

Soldatenkost darf nun 5 Euro kosten

10.10.2020 • 11:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Soldatenkost darf nun 5 Euro kosten

Heer setzt auf regionale Lebensmittel und hebt Tageskostgeld an.

Mehr als sieben Millionen Mahlzeiten werden beim Bundesheer pro Jahr für Soldaten und Zivilbedienstete zubereitet. Künftig sollen sie hochwertiger werden und verstärkt aus regionaler Produktion stammen. Mit 1. Oktober wurde das Tageskostgeld für die Verpflegung in den Dienststellen und Kasernen von 4 auf 5 Euro angehoben.

Dahinter steckt laut Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ein „Aktionsplan nachhaltige Beschaffung“. Mehr als 70 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel kommen aus Österreich. Obst, Gemüse, Back- und Konditorwaren aus der näheren Umgebung.

Großküchen als Hebel

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sieht in der Gemeinschaftsverpflegung einen wichtigen Hebel, um die Versorgung mit regionalen Lebensmittel zu stärken: „Indem auch andere Großküchen – etwa von Spitälern, Kindergärten oder Schulen – verstärkt mit Produkten von Bäuerinnen und Bauern aus der Region arbeiten, stärken wir die regionale Wertschöpfungskette.“

Im Bundesheer gibt es knapp 90 Verpflegungseinrichtungen, die Soldaten und Zivilbedienstete versorgen. Im niederösterreichischen Allentsteig wurden 2019 rund 53.000 Soldatinnen und Soldaten mit Frühstück, Mittag, Abendessen versorgt. Die Truppenküche Hessen-Kaserne in Wels verpflegte im Vorjahr etwa 55.000 Mann. Und in der Truppenküche Pontlatz-Kaserne in Wels wurden Mahlzeiten für etwa 33.000 Soldatinnen und Soldaten zubereitet.