Österreich

Mobiles Corona-Labor kurvt durch Tirol

07.10.2020 • 12:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mobiles Corona-Labor kurvt durch Tirol

Im Hightech-Bus steckt auch Technik von steirischen Firmen.

Vor der Innsbrucker Olympiahalle steht ein Monster auf Rädern: die Windschutzscheibe, ein großes Glupschauge, die Motorhaube geformt wie ein Fischmaul. Doch mehr als das Äußere, zählt was in dem rollenden Corona-Labor steckt: „Die Zusammenarbeit läuft sehr gut. Es spart natürlich extrem viel Zeit, wenn man mit den Tests gleich über die Straße gehen kann und nicht erst zum Labor fahren muss“, sagt Jörg Waldner vom Roten Kreuz Tirol.

Seit Ende September ist der Bus der Firma HG Lab Truck im Auftrag des Landes in Tirol unterwegs. Er parkt derzeit an der Drive-In-Straße des Roten Kreuzes. Wer Symptome hat und 1450 anruft, wird zur Teststraße geschickt und dort getestet. Die Probe wird dann vom Team im Truck ausgewertet. Bis zu 4000 Tests pro Tag können laut HG Lab Truck ausgewertet werden: „Das geht sehr schnell. In drei bis vier Stunden ist das Ergebnis da“, sagt Unternehmenssprecherin Margot Rass.

Mobiles Corona-Labor kurvt durch Tirol
Sonstiges

Laut dem Land Tirol wurden bisher mehr als 5500 Tests für die Behörde ausgewertet. Das Land trägt die Kosten für diese Tests. Bald soll ein zweiter Truck durch das Unterinntal kurven. Am Ende sollen die Labore auf Rädern bei bis zu sieben Teststationen des Landes parken. In den Trucks steckt auch viel Technik aus der Steiermark. Die Firma Vitavo mit Sitz in Pöllau hat etwa Software-Prozesse und eine App für den Truck beigesteuert. Das Unternehmen Ilvi aus Gleisdorf liefert eine digitale Lösung für die Tests des Landes: Betroffene kriegen dabei unter anderem einen QR-Code aufs Handy, den sie bei der Teststraße vorweisen und eine SMS, falls ihr Test negativ ausfällt. „Unabhängig von den Trucks ist unser System bereits seit Ende März erfolgreich in Tirol im Einsatz. Die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz läuft sehr gut“, sagt Ilvi-Geschäftsführer Konrad Brunnader. Sowohl Ilvi als auch Vitavo führen Gespräche mit dem Land Steiermark.

Ob das mobile Corona-Labor künftig auch über steirische Straßen kurven wird, ist aber noch offen.

Mobiles Corona-Labor kurvt durch Tirol
Sonstiges