Österreich

Jugendliche störten Rettung bei Einsatz

30.05.2020 • 13:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jugendliche störten Berufsrettung bei Einsatz in Wien
Jugendliche störten Berufsrettung bei Einsatz in Wien APA

Vier Jugendliche behinderten einen Einsatz in Wien. Gegen sie werden Ermittlungen eingeleitet.

Mehrere Jugendliche sollen am Donnerstag einen Einsatz der Wiener Berufsrettung gestört haben, die beim Wiener Donauzentrum in der Donaustadt einen Mann reanimieren wollte. Wie die Polizei am Samstag berichtete, sollen sich „Schaulustige“ vor das Rettungsfahrzeug gestellt und Sanitäter bei der Rollstuhlrampe behindert haben. Der Patient verstarb später in einem Spital.

Es war gegen 15.00 Uhr, als die Rettung einen Mann wiederbeleben wollte, der zuvor in dem Einkaufszentrum zusammengebrochen war. Ein Sprecher der Berufsrettung gab an, dass der etwa 60-jährige Mann bewusstlos vorgefunden wurde, Zeugen hatten bereits mit der Reanimation begonnen, als die Rettung eintraf und die Wiederbelebungsmaßnahmen fortsetzte.

Zufahrt behindert

Auch die Polizei wurde zu dem Einsatz im Bereich einer Garageneinfahrt gerufen, denn dort sorgte bereits ein Securitymitarbeiter dafür, „Schaulustige“ auf Abstand zu halten, während die Rettungskräfte die notfallmedizinische Erstversorgung des Patienten durchführten. Der Mitarbeiter der Security schilderte gegenüber der Exekutive, dass die Jugendlichen offenbar absichtlich „mit verschränkten Armen“ vor dem Rettungsfahrzeug stehen geblieben waren und so die Zufahrt zu behindert hätten.

Auch die Rollstuhlrampe sei von den Jugendlichen verstellt worden, als die Rettungskräfte die fahrbare Trage über diese manövrieren wollten. Der Lenker des Rettungsfahrzeuges bestätigte diese Aussagen ebenfalls. Die besagten Jugendlichen waren auch beim Eintreffen der Polizei noch an Ort und Stelle und wurden von dieser zur Identitätsfeststellung angehalten. Die vier Personen im Alter von 16 bis 18 Jahren bestritten jegliche Vorwürfe, sie wurden angezeigt.