Tsunami-Warnungen nach Vulkanausbruch auf Tonga

/ 3 Minuten Lesezeit

Der Ausbruch eines unterseeischen Vulkans in der Nähe des Inselreichs Tonga hat in weiten Teilen des Pazifiks zu Tsunami-Warnungen geführt, darunter auch an der US-Westküste, Australien, Japan und Chile. „Verlassen Sie Strände, Häfen und Jachthäfen“, empfahl der US-Wetterdienst am Samstag den Küstenbewohnern von Kalifornien bis Alaska. Auch Fidschi, Vanuatu und Neuseeland warnten ihre Bürger vor möglichen Tsunamis.

Die US-Meteorologen warnten vor bis zu 60 Zentimeter hohen Wellen, einer reißenden Strömung und Überschwemmungen an der Küste. Die Insel Hawaii war demnach bereits von „kleineren Überschwemmungen“ betroffen. Auf Tonga berichteten lokale Medien, Flutwellen hätten nach dem Ausbruch des Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai Grundstücke auf der Hauptinsel Tongatapu überschwemmt. Es habe Asche geregnet und Telefonverbindungen seien ausgefallen.

Wie japanische Medien am Sonntag früh Ortszeit) berichteten, wurden an der Küste der nordöstlichen Präfektur Iwate sowie im südwestlichen Amami Flutwellen von rund einem Meter Höhe registriert. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. Die Bewohner wurden aufgefordert, bis zur Aufhebung der Tsunami-Warnung äußerste Vorsicht walten zu lassen.

Das Ausmaß der Schäden war am späten Abend (Ortszeit) demnach zunächst unklar. Medienberichten zufolge wurde Tongas König Tupou VI. aus dem Königspalast in der Hauptstadt Nuku’alofa in Sicherheit gebracht. Der australischen Wetterbehörde zufolge wurde in der Stadt eine 1,2 Meter hohe Welle beobachtet. Auch die Behörden weiterer Pazifik-Staaten gaben Tsunami-Warnungen heraus, darunter Fidschi, Samoa und Neuseeland. Menschen wurden aufgefordert, von Küstengebieten fernzubleiben.

Der Nationale Wetterdienst der USA (NOAA) teilte am Samstag mit, Auswirkungen könnten sich auch an Teilen der Westküste des Landes sowie in Alaska bemerkbar machen. Auch für Hawaii wurde ein Tsunami-Hinweis herausgegeben. Bisher seien dort aber keine Schäden gemeldet worden, hieß es. Für Amerikanisch-Samoa hob der Wetterdienst eine Tsunami-Warnung wieder auf. Der Vulkan-Ausbruch führte demnach zu einem Tsunami. Anhand der vorliegenden Daten sei davon auszugehen, dass die Tsunami-Gefahr vorbei sei, es aber noch zu Schwankungen des Meeresspiegels kommen könne, hieß es weiter.