Tierwohl in der Mast macht Schnitzel nur sieben Cent teurer

/ 2 Minuten Lesezeit

Würden alle Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens in der Schweinemast umgesetzt, würde das zu Mehrkosten von rund 50 Cent pro Kilo Schlachtgewicht führen würde. 35 Cent wären es, wenn bestehende Tierwohlförderungen einberechnet wären. Bei einem Schnitzel mit 200 Gramm blieben sieben Cent für den Konsumenten übrig, so die Bürgerinitiative oekoreich am Mittwoch.

Die Zahlen stammen aus einer in „Berichte über Landwirtschaft – Zeitschrift für Agrarpolitik und Landwirtschaft“ veröffentlichen Studie von Leopold Kirner und Bernhard Stürmer. In der Maximalvariante „Tierwohlstandard 2“ wird mit doppeltem Platzangebot (1,4 Quadratmeter pro Schwein), getrenntem Fress- und Liegebereich ohne Vollspalten, Einstreu und Auslauf und dem Verbot von Schwanzkupieren und betäubungsloser Kastration sowie mit gentechnikfreier Fütterung kalkuliert.

In der zweithöchsten Stufe, dem „Tierwohlstandard 1“, mit 1,1 Quadratmeter pro Schwein und ohne Vollspalten, mit Einstreu und Auslauf, seien es überhaupt nur noch 8,5 Cent pro Kilo oder weniger als zwei Cent pro Portion Schweinsschnitzel an Mehrkosten.