Industrie, Bau, Transport – Konjunkturkurve zeigt nach oben

29.07.2021 • 10:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die Konjunktur-Frühschätzung der Statistik Austria für Juni 2021 zeigt für die Industrie ein Umsatzplus von 32,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und für den Baubereich einen Anstieg von 18,2 Prozent. Auch im Vergleich zum Juni 2019 ergab sich für den produzierenden Bereich insgesamt ein Umsatzsteigerung von 21,1 Prozent. Der Beschäftigungsindex legte moderat um 1,3 Prozent zu, der Index der geleisteten Arbeitsstunden verbuchte ein kräftigeres Plus von 12,7 Prozent.

Im Detail legten die Umsätze gegenüber dem Vorkrisenniveau im Juni 2019 in der Industrie heuer um 21,4 Prozent und im Bauwesen um 18,7 Prozent zu. Beim Arbeitsvolumen ergab sich gegenüber dem Vorjahresmonat Juni 2020 in der Industrie heuer ein Plus von 12,9 Prozent und im Baubereich eine Zunahme um 11,9 Prozent. Der Beschäftigungsindex legte in der Industrie nur leicht um 0,5 Prozent zu, im Baubereich ergab sich ein deutlicherer Anstieg von 4,1 Prozent.

„Damit hat der Produzierende Bereich die wirtschaftliche Coronakrise bereits deutlich hinter sich gelassen“, erklärte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas laut Aussendung.

Im April 2021 erzielten 76.011 Unternehmen des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) mit 1.001.095 unselbstständig Beschäftigten (Plus 3,9 Prozent) Umsatzerlöse in Höhe von 27,4 Mrd. Euro. Gegenüber April 2020, jenem Monat, der in Österreich besonders von den pandemiebedingten Einschränkungen betroffen war, entspricht das einem Umsatzplus von 45,7 Prozent. 

Die Produktion im gesamten Sachgüterbereich erhöhte sich im April 2021 nominell um 46,4 Prozent auf 22,2 Mrd. Euro. Den größten Anstieg verbuchte dabei die Abteilung „Herstellung von Metallerzeugnissen“ mit 295,1 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro, die im Vorjahr besonders vom Lockdown betroffen war. Ebenfalls ein starkes Plus zeigten der „Maschinenbau“ (Plus 69,0 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro), die „Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)“ (Plus 56,5 Prozent auf 952,5 Mio. Euro), die „Metallerzeugung und -bearbeitung“ (Plus 54,3 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro“), die „Energieversorgung“ (Plus 51,5 Prozent auf 4,0 Mrd. Euro) sowie die „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ (Plus 46,8 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro).