Hypo-Schulden: Moody’s sieht Fortschritte Kärntens

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Das vom Hypo-Skandal finanziell schwer gebeutelte Bundesland Kärnten macht aus Sicht von Moody’s Fortschritte beim Abarbeiten seiner Vergangenheit. In einer regelmäßigen Überprüfung hat die US-Ratingagentur Freitagnacht (MESZ) festgestellt, dass das Kreditprofil des südlichsten Bundeslandes (Aa3 stabil) eine „Erfolgsbilanz bei der Verbesserung der finanziellen Leistungsfähigkeit“ darstelle.

Die Nettoverschuldung Kärntens sei aber weiter hoch (135 Prozent der operativen Einnahmen). Das Pro-Kopf-Inlandsprodukt liege unter dem österreichischen regionalen Durchschnitt, erinnert die Agentur. Das südlichste Bundesland profitiere aber vom Gesamtrating der Republik Österreich.

Bezogen auf die Coronakrise rechnet Moody’s damit, dass die österreichische wie andere Volkswirtschaften einen „beispiellosen Schock“ erlebe. Dieser führe heuer zu einem wirtschaftlichen Einbruch. 2021 erfolge aber ein Jahr der Erholung.

Die finanzielle Leistungsfähigkeit Kärntens werde dadurch jedoch schwächer ausfallen als bisher erwartet, heißt es in der Mitteilung zu Kärnten. Das gelte für die kommenden beiden Jahre.

Bei Wien und Niederösterreich spricht Moody’s von einer „soliden“ bzw. „starken“ wirtschaftlichen Basis. Beide Länder haben ein Rating von „Aa1“ wie die Republik Österreich selbst, also ein besseres als Kärnten. Niederösterreich profitiert laut der US-Ratingagentur von seiner Lage rund um Wien. Wien selbst habe eine „moderate“ Verschuldung, verfüge über beträchtliche finanzielle Reserven.