Durch höhere Steuern werden 2021 fast alle Autos teurer

13.11.2020 • 11:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Durch den im Herbst 2019 beschlossenen Steuererhöhungs-Automatismus bei den Autosteuern wird es auch 2021 wieder zu Steigerungen bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) und der motorbezogenen Versicherungssteuer (mVSt) kommen, sagt der Autofahrerklub ÖAMTC. „In punkto NoVA ist ab 1. Jänner 2021 damit zu rechnen, dass gut die Hälfte aller neuen Pkw teurer wird“, schätzt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober.

„In diesen Fällen steigt der NoVA-Satz um einen Prozentpunkt“, erklärte Grasslober am Freitag laut Mitteilung. „Das bedeutet bei einem Auto um 30.000 Euro netto in der Regel ein Plus von 300 Euro gegenüber 2020.“

Die motorbezogene Versicherungssteuer (mVSt) falle für fast alle Autos, die ab 1. Jänner 2021 erstmalig zugelassen werden, um 34,56 Euro pro Jahr höher aus als bei einer Erstzulassung heute. Nur bei effizienteren bzw. leistungsschwächeren Pkw kommt es zu einer geringeren oder gar keiner Steuererhöhung. „Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich nichts an der Besteuerung“, so der ÖAMTC-Experte. Wie hoch die jährlich zu zahlende Steuer ist, kann man sich unter ausrechnen.

Der ÖAMTC kritisiert, dass die Steuern automatisch steigen, unabhängig davon, ob sich dadurch das Verhalten der Autokäufer ändert. Ohne eine Überprüfung des Effekts „dient diese Regelung lediglich der Einnahmensteigerung für die öffentlichen Hand“.