Meinung

Sport widersetzt sich der Ohnmacht

01.06.2020 • 19:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sport widersetzt sich der Ohnmacht

Es sind die Bilder, die haften bleiben im kollektiven Gedächtnis. Das gilt für die schrecklichen Momente der exorbitanten Gewalt am bedauernswerten Polizeiopfer George Floyd, aber auch die Darstellungen der Gegenseite prägen sich ein.

Neben Topstars aus Einzelsportarten wie Mikaela Shiffrin oder Lewis Hamilton sahen sich auch Fußballer aus der deutschen Bundesliga veranlasst, eine klare Position einzunehmen und Haltung zu zeigen. Und sie scheuten sich nicht, diese nach außen zu tragen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#BlackLivesMatter

Ein Beitrag geteilt von Lewis Hamilton (@lewishamilton) am

Spieler wie der Franzose Marcus Thuram oder der Engländer Jadon Sancho erreichen damit nichts Geringeres als die Weltöffentlichkeit. Denn die wieder in Gang gekommene Deutsche Bundesliga genießt im Kreis der Topligen nach wie vor Exklusivstatus.

Der durch die Corona-Maßnahmen in den Hintergrund gedrängte Sport kann auf diese Weise seine gesellschaftliche Rolle auf bedeutsame Weise wahrnehmen, denn durch die Popularität der Akteure ist die Wirkung solcher Auftritte nicht zu unterschätzen. Er widersetzt sich damit der sich in bestimmten Momenten offenbarenden Ohnmacht der Gesellschaft.

Dass eine offenbar unterbeschäftigte Funktionärsclique überlegt, die Handlungen zu untersuchen, weil politische Statements untersagt sind, ist ein Skandal. Vielmehr sollte die gesamte Bundesliga bei nächstbester Gelegenheit ein passendes Zeichen der Solidarität setzen.

Das wäre übrigens auch eine Idee für den Re-Start der österreichischen Bundesliga.