Kultur

Perspektive für ganz Österreich

23.04.2021 • 18:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Burgtheater öffnet – nur nicht die Burg selbst.<span class="copyright"> APA</span>
Das Burgtheater öffnet – nur nicht die Burg selbst. APA

Mit 19. Mai wird auch in Vorarlberg mehr möglich sein.

Nun haben auch Kulturschaffende und Kunsthungrige im Rest von Öster­reich eine Perspektive: Ab 19. Mai sind bundesweit Kulturveranstaltungen erlaubt, die jeder besuchen kann, der sich entweder als getestet, geimpft oder genesen ausweisen kann. In Innenräumen werden bis zu 1500 Besucher gestattet sein, im Außenbereich 3000 Besucher mit fixen Sitzplätzen – Letzteres kann auch als positives Signal für die Durchführung der Bregenzer Festspiele von 21. Juli bis 22. August gedeutet werden.

Auf der Seebühne dürften im Mai 3000 Menschen Platz nehmen - vielleicht werden es im Sommer noch mehr. <span class="copyright">Mathis Fotografie</span>
Auf der Seebühne dürften im Mai 3000 Menschen Platz nehmen - vielleicht werden es im Sommer noch mehr. Mathis Fotografie

Die künftige Sperrstunde um 22 Uhr erlaubt dabei auch Abendvorstellungen, wenn diese bis dahin zu Ende sind. „Damit kann man planen“, meinte Kulturminister und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und wünschte „viel Kreativität und Freude für die neuen Ansätze“. Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) sei „froh und erleichtert“.

Auch ins Landestheater dürfen ab 19. Mai mehr Besucher. <span class="copyright">Anja Köhler</span>
Auch ins Landestheater dürfen ab 19. Mai mehr Besucher. Anja Köhler

Zögerlich zeigte sich aber Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Der 19. Mai sei für ihn derzeit „noch weit weg“, daher wolle er sich noch nicht festlegen, ob die von der Bundesregierung angestrebte Lockerung in diesem Ausmaß auch in Wien umgesetzt werde. Von der Wiener Entscheidung wird auch die Öffnung der Bundestheater abhängen. Alle Häuser der Bundestheater würden ihren Spielbetrieb aufnehmen, mit Ausnahme der Spielstätte Burgtheater. Dort wird Mitte Mai ein großes Bauprojekt starten. An den anderen Burgtheater-Spielstätten sollen hingegen bis zum Sommer acht Neuinszenierungen präsentiert werden. Weiters wurde ein Livestreaming von „Richard II.“ aus dem Haus am Ring angekündigt. In Bregenz war das Stück bereits zu sehen.

Mehr Besucher

Die Erhöhung der erlaubten Besucher bedeutet auch für Vorarlberg mehr Optionen. Maximal die Hälfte der möglichen Platzkapazität kann besetzt werden – das heißt etwa, dass im Vorarlberger Landestheater ab 19. Mai rund 250 statt nur 100 Gäste pro Aufführung erlaubt sind. Werner Döring, Geschäftsführer der Kuges, zeigte sich im Gespräch sehr erfreut darüber. Für ihn sei es ohnehin nicht nachvollziehbar, warum die Größe des Zuschauerraums bei der aktuellen Regelung nicht ausschlaggebend ist. Das Landestheater verfüge über genügend Platz und eine neue Lüftungsanlage. Dass durch die 100-Personen-Grenze ein Vielfaches an Aufführungen nötig sei, um das Abo-Publikum zu versorgen, sei nicht zuletzt eine Kostenfrage.

Ab 19. Mai werden also auch wieder im Ländle größere Konzerte und andere Veranstaltungen möglich sein. Wann das nächste SOV-Konzert stattfindet, war am Freitag noch nicht zu erfahren.