Kultur

Literaturpreis für Petra Pellini-Forcher

18.03.2021 • 17:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Petra Pellini-Forcher im Jahr 2013. <span class="copyright">NEUE/PAULITSCH</span>
Petra Pellini-Forcher im Jahr 2013. NEUE/PAULITSCH

Literaturpreis des Landes Vorarlberg 2021 mit zwei Förderpreisen.

Der Literaturpreis des Landes Vorarl­berg wird seit 2019 nur mehr alle zwei Jahre vergeben. 2019 wurden dabei ausschließlich Arbeitsstipendien vergeben, dafür gleich drei an der Zahl. Aber auch im vergangenen Jahr wurden Autoren prämiert, als die Ehren- und Förderpreise ganz im Zeichen der Literatur standen. Gestern wurden nun in einer Aussendung die diesjährigen Empfänger des Literaturpreises des Landes bekannt gegeben: Aus dem anonymisierten Verfahren ging Petra Pellini-Forcher als Preisträgerin hervor. Nils Nußbaumer und Ingrid Maria Kloser wurden von der Jury mit Arbeitsstipendien bedacht. Der Bregenzer Nußbaumer erhält damit zum zweiten Mal ein Arbeitsstipendium.

Nils Nußbaumer erhält zum zweiten Mal einen Förderpreis. <span class="copyright">Oliver Lerch</span>
Nils Nußbaumer erhält zum zweiten Mal einen Förderpreis. Oliver Lerch

Das Interesse am Preis war laut Aussendung groß, das Potenzial der zahlreichen Einreichungen erfreulich. Entsprechend angeregt seien die Diskussionen um die Vergabe bei der Jury ausgefallen, wie Kulturreferentin und Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink informierte.

Intensiv und detailliert

Für ihre Textprobe zum Thema Demenz wird die 1970 in Bludenz geborene Pellini-Forcher mit dem mit 10.000 Euro dotierten Literaturpreis ausgezeichnet. Die in Bregenz lebende gelernte Krankenschwester ist zurzeit in einer Wohngruppe mit dementen Menschen tätig. Das Schreiben ist für Pellini-Forcher eine Möglichkeit, ihr Leben auf besonders intensive und detaillierte Art wahrzunehmen.

Alltägliches

Schon 2019 überzeugte Nußbaumer (geboren 1991) die Jury, nun erhält er erneut ein Arbeitsstipendium in Höhe von 3000 Euro. Der im Ruhrgebiet lebende Literat unterrichtet Kreatives Schreiben als Dozent an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, wo er selbst auch studiert hat.

Die Preise werden in kleinem Rahmen mit Livestream am 26. April, voraussichtlich um 18 Uhr, verliehen.

Das zweite mit 1500 Euro dotierte Arbeitsstipendium geht an die 1962 in Hard geborene Ingrid Maria Kloser. Die in Wien und Dornbirn lebende Autorin setzt sich in ihren auch autobiografisch inspirierten Erzählungen und Kurzgeschichten mit alltäglichen Begebenheiten und zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander.