Kultur

Kulturvertreter bei rundem Tisch

21.01.2021 • 18:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer war beim Gespräch dabei. <span class="copyright">Apa</span>
Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer war beim Gespräch dabei. Apa

Gespräch mit IG’s und Kulturinitiativen aus dem Ländle.

Am vergangenen Dienstag nahm die IG Kultur Österreich zusammen mit 24 Kulturveranstaltern und Interessenvertretern der Schwester-IGs aus den Bundesländern an einem digitalen runden Tisch mit Vizekanzler Werner Kogler und Staatssekretärin Andrea Mayer teil. Aus Vorarlberg waren Mirjam Steinbock von der IG Kultur Vorarlberg, Stefania Pitscheider Soraperra vom Frauenmuseum Hittisau und Klaus Christa von Musik in der Pforte beteiligt. Thema waren die Auswirkungen der Krise auf kleine und mittelgroße Kulturinitiativen.
„Eine Verhandlungssitzung verläuft sicher anders, aber dafür, dass wir nach so vielen Jahren des kaum Beachtet-Seins nun in derart großer Runde zu einem Erstgespräch eingeladen wurden, sehe ich nächsten Schritten optimistisch entgegen. Wir sind jedenfalls vorbereitet“, beurteilt Steinbock in einer gestrigen Aussendung das Gespräch. Betont wurde dabei: Aus der aktuellen Gesundheitskrise soll keine „veritable Kulturkrise“ werden, und der Kultursektor soll mit anderen Bereichen gleichgestellt sein.

Arbeitsbedingungen

Im Fokus des Gesprächs stand für die IG Kultur, einen konkreten Einblick in die Arbeitsbedingungen von kleinen Kulturvereinen und mittelgroßen Kulturbetrieben zu geben. „Sie sind es, die mit ihrem breiten Spektrum die große Vielfalt unseres Kulturlebens aufspannen“, so IG-Chefin Yvonne Gimpel. „Auch sie brauchen praxisnahe Regelungen für den Neustart, die umsetzbar sind und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen, etwa von Kulturinitiativen im ländlichen Raum, berücksichtigen.“ Kulturveranstalter berichteten von fehlenden Planungsperspektiven und Unterstützungsmaßnahmen, die nicht greifen würden.

Mehrkosten

Ein zentrales Anliegen stellt für die Gesprächs­teilnehmer neben der raschen Umsetzung bestehender Fonds die Nachbesserung der Unterstützungsmechanismen für gemeinnützige Kulturvereine dar. Die Corona-Pandemie bedeute für Kulturinitiativen zusätzliche Investitionen und mehr Arbeitsaufwand, der unabhängig vom Einnahmenausfall anfalle – Mehrkosten, die bislang von keinem Fonds abgedeckt würden. Der Austausch soll für eine Lösung der Probleme fortgesetzt werden.