Kultur

Ein gar nicht „naiver“ Maler

05.08.2020 • 16:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Werk von Otmar Burtscher (Ausschnitt). <span class="copyright">NEUE</span>
Werk von Otmar Burtscher (Ausschnitt). NEUE

Buch und Ausstellung über den Autodidakten Otmar Burtscher.

Im Rahmen der Sonderausstellung im Museum Großes Walsertal, sowie bei einer Veranstaltung im vorarlberg museum wird die erste Publikation präsentiert, die sich allein dem Vorarlberger „naiven“ Künstler Otmar Burtscher widmet. Das Buch „Kein Stern stört den Andern. Der Maler Otmar Burtscher (1894 – 1966)“ wurde von Autor Willibald Feinig herausgegeben, und ist im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen.

Burtscher als Denker

Die 64-seitige Publikation beschäftigt sich mit dem Werk, Leben und Umfeld des Altachers mit Walser Wurzeln. Das Buch soll in Erinnerung rufen, dass der „Sonderling vom Ortsrand“ – so heißt es in einer Aussendung – nicht nur als Maler ein Geheimtipp war und ist, sondern auch als ein Denker. Lang vor den Krisen, die weltweit gegenwärtig sind, hat der Autodidakt aufgrund seiner bescheidenen Lebensumstände geahnt, wohin gedankenloser Konsum, Tourismus, Konkurrenz und Gewinnsucht führen – und nach Alternativen gesucht. Der Kunst kommt dabei eine zentrale Rolle zu, wie Auszüge aus Burtschers Notizheften zeigen. Weitere Beiträge von Kathrin Dünser und Elfriede Plangg fügen das Werk des Autodidakten und Meisters der Blumen-Apotheosen in die lokale und internationale Kunstgeschichte ein.

Zur Ausstellung

Die Schau in Sonntag im Museum Großes Walsertal (bis 2021) ist sonntags von 14 bis 17 Uhr und freitags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Diesen Freitag gibt es Führungen um 17.15 und 19.30 Uhr.

Zuerst wird am morgigen Freitag um 18 Uhr im Museum Großes Walsertal in Sonntag ein Fest gefeiert, bei dem die Sonderausstellung mit Schlüsselwerken des Künstlers eröffnet wird. Diesen Sonntag um 11 Uhr erweisen junge Künstler in einer musikalisch-literarischen Matinee dem Maler beim Kooperationspartner vorarlberg museum in Bregenz ihre Referenz.