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Lockdown belastete Familien stark

14.12.2020 • 13:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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family education Ilona – stock.adobe.com

Frauen und einkommensschwache Haushalte sind besonders gefordert.

Die Belastung für Familien ist im zweiten Lockdown noch einmal deutlich gestiegen. Bei einer österreichweiten Umfrage von SORA im Auftrag des Momentum Instituts, gaben 58 Prozent der Familien an, dass sie stark belastet waren. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr waren es noch 46 Prozent gewesen. „Unter den Müttern sind es mit fast zwei Dritteln deutlich mehr als unter den Vätern“, sagte Barbara Blaha, Leiterin des Momentum Instituts.

Obwohl die Betreuungseinrichtungen während des zweiten Lockdowns offen waren, wurden über 70 Prozent der Kinder zuhause betreut. Dies belastete vor allem Frauen, da diese nach wie vor die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung tragen. „Jede dritte befragte Frau arbeitete früh morgens oder abends, jede zehnte sogar in der Nacht, um trotz Kinderbetreuung Zeit für Erwerbsarbeit zu finden“, erklärte Blaha bei einem Online-Pressegespräch am Montag.

Eltern konnten Kinder nicht unterstützen

Schulen nicht ausreichend Corona-fit gemacht

Die Vorbereitungen auf die zweite Welle sahen die Befragten unisono sehr kritisch: 60 Prozent waren der Meinung, die Bundesregierung habe die Schulen und Kindergärten nicht ausreichend Corona-fit gemacht. Lehrer und Betreuer wurden hingegen besser bewertet.

Das Momentum Institut empfahl auf Basis der Befragung einen Maßnahmenmix auf Bundes- und Länderebene. Eine höhere Familienbeihilfe oder der Verzicht auf Elternbeiträge in Schulen, Kindergärten und Horten könnten gerade einkommensschwache Familien entlasten. Zudem sollte das Arbeitslosen-Geld von derzeit 55 Prozent auf 70 Prozent erhöht werden.