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Verunglückte US-Soldatin: „Ich liebe meinen Job“

30.08.2021 • 15:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein Bild das berührt: Nicole Gee am Flughafen in Kabul.
Ein Bild das berührt: Nicole Gee am Flughafen in Kabul. (c) AP (Sgt. Isaiah Campbell)

Nicole Gee stirbt sie bei einem Anschlag in Afghanistan.

Nicole Gee wurde nur 23 Jahre alt. Die aus dem US-Bundesstaat Kalifornien stammende US-Soldatin war Teil der Einheit der Marineinfanteristen („Marines“), die bei der militärischen Evakuierungsmission der Vereiningten Staaten in Afghanistan eingesetzt ist. Ihre Aufgabe: Am „Hamid Karzai“-Flughafen in Kabul Frauen und Kinder sicher in den Evakuierungs-Flugzeugen unterzubringen. Dabei entsteht das Bild, das nun um die Welt geht: Am 20. August beruhigt Sergeant Gee ein Kleinkind während der Evakuierung und hält es schützend in den Armen. Kamerad Sergeant Isaiah Campbell fotografiert die berührende Szene.

Knapp eine Woche später, am 26. August, sterben 170 Menschen bei den tödlichen Anschlägen, die von dem in Afghanistan aktiven Ableger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) vor dem Kabuler Flughafen verübt wurden. Am Samstag gab das US-Verteidigungsministerium die Namen jener Soldatinnen und Soldaten bekannt, die bei dem Doppelanschlag starben. Auch die 23-jährige Unteroffizierin Gee befindet sich unter den Todesopfern. Sie war gerade im Dienst, als sich vor dem Tor des Geländes am Donnerstag ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte.

„Ich liebe meinen Job“

In ihrer Instagram Biografie beschreibt sich die getötete US-Soldatin als „Vertreter einer positiven mentalen Einstellung“ und postete immer wieder Bilder von ihren Einsätzen. Auch das Bild mit dem Baby im Arm lädt sie hoch und versieht es mit dem Text: „Ich liebe meinen Job.“

Ihr Schwager Gabriel Fuoco gab der „New York Times“ nach dem Anschlag ein Interview, in dem er sie als freundliche, gütige und zärtliche Person beschreibt: „Wenn sie etwas tat, dann zog sie es durch.“ Im Artikel heißt es weiter, sie hätte die Ausbildung zur Soldatin als eine der Besten abgeschlossen, worauf sie früher als üblich zum Sergeant befördert wurde. Doch auch privat hatte Nicole Gee große Pläne: Für die Zeit nach dem Einsatz in Afghanistan hätte sie vorgehabt, selbst eine Familie zu gründen.