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185 Schildkröten in Koffer entdeckt

30.03.2021 • 12:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Galápagos-Riesenschildkröten leben seit Millionen von Jahren auf der Insel
Die Galápagos-Riesenschildkröten leben seit Millionen von Jahren auf der Insel AP

Galapagos-Inseln: Tierschmuggel wird mit bis zu drei Jahren Haft bestraft.

Flughafenmitarbeiter auf den Galápagos-Inseln haben in einem Koffer rund 185 Schildkröten entdeckt. Der Fund sei bei einer Routinekontrolle gemacht worden, teilte das ecuadorianische Umweltministerium am Sonntag auf Twitter mit. Demnach sollten die Tiere auf das ecuadorianische Festland geschmuggelt werden. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Umweltminister Marcelo Mata verurteilte „diese Verbrechen gegen das Wildtier- und Naturerbe der Ecuadorianer“.

Tierschmugglern droht auf den Galápagos-Inseln eine Haftstrafe zwischen einem und drei Jahren. Wegen ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt gehören die Vulkaninseln 1.000 Kilometer westlich von Ecuador seit 1979 zum Unesco-Weltnaturerbe. Hauptattraktion sind die Galápagos-Riesenschildkröten, die dort mutmaßlich seit drei bis vier Millionen Jahren leben. Von ursprünglich 15 Schildkrötenarten gelten drei als ausgestorben.

Einzigartige Tierwelt

Die Galápagos-Inseln, ein isoliert im Pazifik gelegenes Archipel, beherbergen weltweit die größte Zahl an endemischen Arten – also Arten, die nur dort vorkommen. Ein Besuch der Inseln und ihrer einzigartigen Tierwelt im Jahr 1835 inspirierten den britischen Wissenschafter Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie.