International

Zwei neue Kriege überschatten 2020

27.12.2020 • 13:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zerstörung und Tod unter anderem Region Tigray im Hochland von Abessinien in Äthiopien
Zerstörung und Tod unter anderem Region Tigray im Hochland von Abessinien in Äthiopien (c) AFP (EDUARDO SOTERAS)

2020 gab es weltweit 29 Kriege und bewaffnete Konflikte.

Die Corona-Pandemie beutelte den Planeten im nun auslaufenden Jahr (und wird es wohl auch noch 2021 tun) – sie machte ihn aber auch nicht friedlicher: Die Zahl der kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit ist laut aktueller Bilanz der Hamburger Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) sogar noch gestiegen. Demnach wurden 2020 insgesamt 29 Kriege und bewaffnete Konflikte geführt – 2019 gab es noch 28.

Schwer gebeuteltes Afrika

Am stärksten betroffen war die Region Afrika, in der insgesamt zehn kriegerische Konflikte verzeichnet wurden, sagt Wolfgang Schreiber von der AKUF im Interview: In Nordafrika, West- und Zentralasien sowie Asien fanden neun bzw. acht bewaffnete Auseinandersetzungen statt. In Lateinamerika und Europa verzeichnet die AKUF jeweils einen kriegerischen Konflikt (in Kolumbien bzw. der Ukraine), so die Bilanz.

Anfang November mündete in Äthiopien ein weiterer Konflikt in Krieg. Die Kämpfe fanden in der Region Tigray im Hochland von Abessinien im statt. Auslöser waren Regionalwahlen, die die Zentralregierung pandemiebedingt abgesagt hatte, die aber in Tigray trotzdem durchgeführt wurden.