International

Lateinamerika: Impfung gestartet

25.12.2020 • 17:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Impfung in Mexiko, Chile und Costa Rica gestartet
Impfung in Mexiko, Chile und Costa Rica gestartet AFP

Krankenschwester in Mexiko wurde als erste Lateinamerikanerin geimpft.

Mexiko, Chile und Costa Rica haben als erste Länder in Lateinamerika mit der Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus begonnen. Der Impfstart in Mexiko wurde während der morgendlichen Pressekonferenz von Präsident Andrés Manuel López Obrador am Donnerstag (Ortszeit) live übertragen. Die Oberschwester der Intensivstation des Krankenhauses Rubén Leñero in Mexiko-Stadt war die erste Lateinamerikanerin, die die Corona-Impfung bekam, wie die Zeitung „El Universal“ berichtete.

Hohe Zahlen und widersprüchliche Strategien

Der mexikanische Präsident López Obrador fuhr bisher eine widersprüchliche Corona-Strategie. So wurden die Mexikaner zwar aufgefordert, zu Hause zu bleiben – und zuletzt, auf Weihnachtsfeiern zu verzichten. Aber Einschränkungen lehnte der Linkspopulist ähnlich dem brasilianischen Staatschef Jair Bolsonaro ab.

In Mexiko, das mit knapp 130 Millionen Einwohnern an zehnter Stelle der bevölkerungsreichsten Länder steht, sind nach offiziellen Angaben bisher mindestens 120.000 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona registriert worden – die vierthöchste Zahl weltweit. Das brasilianische Gesundheitsministerium meldete am Heiligen Abend 58.428 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen in Brasilien auf 7,423 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 762 auf 189.982 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.