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Immunisierung in der Schweiz hat begonnen

25.12.2020 • 17:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Immunisierung in der Schweiz hat begonnen

Die Schweiz beginnt mit der Impfung gegen das Corona-Virus.

Noch vor Start der EU-Staaten hat in der Schweiz am Mittwoch die größte Impfaktion aller Zeiten begonnen. Im Kanton Luzern wurde eine 90-jährige Frau gegen das Coronavirus geimpft. Die Pensionistin wohne in einem Pflegeheim einer Landgemeinde, teilte der Kanton Luzern mit. In den kommenden Tagen würden weitere Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeinstitutionen mit dem Impfstoff des Herstellers Pfizer/Biontech geimpft werden.

Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) bezeichnete in der Mitteilung die Impfungen als „wichtiges Element im Kampf gegen das Coronavirus“. Er sei sehr zufrieden, dass damit noch vor Weihnachten habe begonnen werden können. Er habe am Vorabend die Meldung erhalten, dass knapp 5.000 Impfdosen im Kanton Luzern eingetroffen seien. Man sei in Luzern vergleichsweise schnell für die Impfung bereit gewesen, weil bereits im Sommer verschiedene Szenarien überlegt worden seien.

Alles nach Plan

Die Impfaktion wird nach einer strikten Prioritätenliste durchgeführt. Bis die breite Luzerner Bevölkerung an der Reihe ist, dürfte es später Frühling 2021 werden, dies weil erst wenige Impfdosen zur Verfügung stehen. Laufe alles nach Plan, so dürften Anfang Herbst 2021 alle Luzernerinnen und Luzern, die sich impfen lassen wollen, geimpft sein. Am Dienstag hatte die Schweiz auf dem Landweg eine erste Lieferung von 107.000 Impfdosen erhalten. Die Dosen wurden anschließend von der Armeeapotheke an die Kantone verteilt.

Nicht nur Luzern, auch andere Kantone wie Appenzell Innerrhoden oder Schwyz hatten angekündigt, bereits am Mittwoch mit dem Impfen zu beginnen. Um einen guten Schutz zu erreichen, muss der auf der sogenannten Boten-RNA-Technologie beruhende Impfstoff zwei Mal im Abstand von drei Wochen gespritzt werden.