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Schwere Erkrankungen in Gesundheitsberufen

14.12.2020 • 14:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Sujetbild APA/HELMUT FOHRINGER

Für Gesundheitsfachkräfte ist Gefahr siebenmal höher schwer zu erkranken.

Epidemiologen der Universität Glasgow verglichen dabei nicht die Zahlen der Corona-Infektionen, sondern nur die der Covid-19-Patienten in britischen Kliniken inklusive der Gestorbenen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte bereits im September berichtet, dass 14 Prozent aller weltweit gemeldeten Corona-Infektionen auf Menschen in Gesundheitsberufen entfielen. In manchen Ländern liege die Quote gar bei 35 Prozent, obwohl deren Anteil an der Bevölkerung insgesamt in den meisten Ländern bei unter 3 Prozent liege.

Sehr viele Frauen, sehr viele Migranten

Die Studie umfasste somit gut 120.000 Menschen im Alter zwischen 49 und 64 Jahren. Über 35.000 (29 Prozent) übten dabei einen sogenannten „essenziellen“ Beruf aus, arbeiteten also im Gesundheitswesen (neun Prozent), im Sozial- und Erziehungswesen (elf Prozent) sowie in den Bereichen Polizei, Transport und Lebensmittelzubereitung (neun Prozent). Dabei stellten die Forscher zunächst fest, dass in diesen Bereichen überdurchschnittlich viele Frauen sowie überproportional viele Schwarze und aus Asien stammende Menschen beschäftigt sind.