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Fall Nawalny: Stopp von „Nord Stream 2“ offen

08.09.2020 • 15:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Fall Nawalny: Stopp von "Nord Stream 2" offen

Angela Merkel hat Stopp der Erdgas-Pipeline als Reaktion offen gelassen.

Es sei zweifelsfrei erwiesen, dass Nawalny vergiftet worden sei. Es sei eine europäische Reaktion auf den Fall Nawalny gefragt, betonte Merkel nach weiteren Informationen von Teilnehmern. Es sei kein Angriff auf Deutschland gewesen, aber Deutschland müsse sich auch als EU-Mitgliedsstaat erklären. Man müsse allerdings auch genau hinhören, was die EU-Partner sagten, es sei eine enge Abstimmung nötig. Der nächste Schritt sei nun, dass Russland sich erkläre. Dann müsse eine gemeinsame Entscheidung der EU fallen.

Indes hält der Kreml die Diskussionen über einen möglichen Baustopp für überflüssig. „Warum sollte man von irgendwelchen negativen Maßnahmen gegenüber dem internationalen Projekt sprechen, an dem auch deutsche Unternehmen beteiligt sind?“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

„Das wäre fehl am Platz und – was das Wichtigste ist – im Moment absolut grundlos“, so Peskow. Der Kreml sieht die Gasleitung von Russland nach Deutschland, an der auch die OMV beteiligt ist, als ein wirtschaftliches Projekt und kein politisches. Peskow sagte, es gebe keinen Grund, das Thema auf eine politische Ebene zu heben.