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Mehr als 30.000 Tote in Frankreich

12.07.2020 • 11:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Land war von der Pandemie schwer getroffen, zeitweise waren Krankenhäuser überlastet
Das Land war von der Pandemie schwer getroffen, zeitweise waren Krankenhäuser überlastet AFP

Gesundheitsbehörde warnt vor Wiederanstieg der Corona-Fälle.

In Frankreich sind mehr als 30.000 Menschen in Folge der Coronavirus-Pandemie gestorben. Mindestens 30.004 Menschen seien seit Beginn der Epidemie in Frankreich ums Leben gekommen, teilten die französischen Gesundheitsbehörden am Freitagabend mit. In den vergangenen 24 Stunden seien in den Krankenhäusern 25 Corona-Tote hinzugekommen.

Die Zahl der Toten in Pflegeeinrichtungen werde erst am 15. Juli wieder aktualisiert.

Regelungen nun gelockert

In Frankreich galten von Mitte März an rund zwei Monate sehr strenge Ausgangsbeschränkungen. Seit dem 11. Mai wurden die Regelungen gelockert. Restaurants haben im ganzen Land wieder geöffnet, auch Museen und Sehenswürdigkeiten können wieder besucht werden. Das Land war von der Pandemie schwer getroffen, zeitweise waren Krankenhäuser überlastet. Die Lage hat sich nun entspannt.

Frankreichs Gesundheitsbehörde warnte aber erst am Freitag vor einem Wiederanstieg der Corona-Fälle. Es zeige sich, dass die Übertragung des Virus anhalte oder sogar fortschreite, erklärte Santé Publique France. „Die bisher beobachtete Zunahme bleibt zwar moderat, erfordert aber höchste Wachsamkeit“, hieß es. „Um ein Wiederaufflammen der Epidemie zu vermeiden, ist es unerlässlich, dass die Bevölkerung die empfohlenen Präventionsmaßnahmen rigoros anwendet.“

Auch Jean-François Delfraissy, der Leiter des wissenschaftlichen Rates, der die französische Regierung in der Krise berät, äußerte sich zuletzt ähnlich. „Wir sind sehr überrascht von der Tatsache, dass Barriere- und soziale Distanzierungsmaßnahmen nicht mehr respektiert werden“, kritisierte er. Dabei sieht er besonders die Jüngeren in der Pflicht, die sich seiner Ansicht nach nicht an die Regeln halten. Frankreich hatte die Marke der 20.000 Toten im April überschritten.