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Trotz Pandemie: Italiener stürmen Strände

28.06.2020 • 15:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Trotz Pandemie: Italiener stürmen Strände

Italiens Strände und Sehenswürdigkeiten sind trotz Corona gut gefüllt.

Nach dem langen Lockdown haben die Italiener am ersten Sommerwochenende die Strände des Landes gestürmt. Dabei wurden wiederholt die Abstandsregeln nicht berücksichtigt. Wegen eines zu starken Andrangs auf Züge in Richtung Ligurien und Gardasee mussten einige Passagiere am Mailänder Hauptbahnhof auf ihre Reise verzichten.

70 Prozent weniger Urlauber aus Ausland

Trotz des Starts der Saison macht sich Italiens Tourismusbranche wegen des Ausfalls vieler ausländischer Gäste Sorgen. Laut Giorgio Palmucci, Präsident von Italiens Fremdenverkehrsverband ENIT, werden in diesem Jahr in Italien 70 Prozent weniger Urlauber aus dem Ausland als im Vorjahr eintreffen. Dies entspricht 140 Millionen Übernachtungen. Auch bei den italienischen Touristen wird mit einem Rückgang von 50 Prozent gegenüber 2019 gerechnet, als 430 Millionen Übernachtungen gemeldet wurden.

Hoffnungen setzt Palmucci auf die Urlaubsmonate Juli und August. 47 Prozent der Italiener wollen sich einen Urlaub gönnen und 90 Prozent in der Heimat bleiben. Vor allem Ortschaften am Meer und in den Bergen können damit hoffen, die Verluste der vergangenen Monate zumindest teilweise gutzumachen.