International

Benachteiligung darf nicht „normal“ sein

29.05.2020 • 19:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Barack Obama
Barack Obama AFP

Ex-US-Präsident Barack Obama äußerte sich bestürzt zum Tod von George Floyd.

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat sich nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd gegen anhaltenden Rassismus und die Benachteiligung Schwarzer ausgesprochen. Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, hat unterdessen die Demonstranten nach den erneuten Ausschreitungen in der US-Großstadt Minneapolis eindringlich zum Gewaltverzicht aufgerufen

Für Millionen Amerikaner sei es auch im Jahr 2020 noch „schmerzhaft und zum Verrücktwerden „normal“, wegen ihrer Hautfarbe anders behandelt zu werden“, erklärte Obama am Freitag über Twitter. Das sei der Fall im Umgang mit dem Gesundheitssystem, mit der Justiz oder auch nur beim Joggen oder beim Beobachten von Vögeln, erklärte Obama unter Anspielung auf Fälle, die jüngst für Aufsehen gesorgt hatten.

„Darf in Amerika im Jahr 2020 nicht ’normal‘ sein“

Das Wort „Rassismus“ benutzte der Afroamerikaner Obama in seiner Stellungnahme nicht. Er gebrauchte aber den englischen Begriff „race“ (Rasse) sowie den Ausdruck „bigotry“ (Fanatismus), der in den USA häufig genutzt wird, um auf das Erbe des Rassismus hinzuweisen.

In Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota war der Afroamerikaner Floyd am Montag infolge eines brutalen Polizeieinsatzes gestorben. Seiher kommt es dort zu Protesten. Der Polizei wird Rassismus vorgeworfen. Der Fall hat in den USA Entsetzen hervorgerufen.