Besser leben

Kein „verfrühtes“ Urteil zu Mutation

21.12.2020 • 19:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Corona virus test kit - Swab sample for PCR DNA testing
Corona virus test kit – Swab sample for PCR DNA testing Microgen – stock.adobe.com

Bergthaler sieht dadurch keine „verringerte Impfwirksamkeit“.

Für eine fundierte Einschätzung zur Gefährlichkeit der vor allem in Großbritannien kursierenden neuen Variante des SARS-CoV-2-Virus ist es für Andreas Bergthaler vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) in Wien noch zu früh. Zwar gebe es Hinweise zu einer beschleunigten Ausbreitung, der Krankheitsverlauf sei aber scheinbar nicht verändert. Dass diese Variante schon vereinzelt hierzulande aufgetreten ist, könne man nicht ausschließen, sagte er im Ö1-Mittagsjournal.

Erstmals in Großbritannien

Erstmals beobachtet wurde der sogenannte „B.1.1.7.-Cluster“ oder die auch „VUI-202012/01“ genannte Variante im September in Großbritannien. Bei dem Mutations-Ensemble handelt es sich um „zumindest“ 17 gemeinsam auftretende Veränderungen des Erbguts des SARS-CoV-2-Virus. Einige der Veränderungen betreffen das charakteristische Spike-Protein, mit dem der Erreger an menschlichen Zellen andockt und die er zum Eindringen benützt. Zumindest zwei dieser Mutationen dürften mit erhöhter Infektiösität zusammenhängen, so Bergthaler.