Besser leben

Der Sommertopf strahlt Freude aus

23.09.2020 • 14:42 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Der Sommer in seinen schönsten Farben. Die richtigen Pflanzen machen jeden Balkon zum Wohlfühlort. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Der Sommer in seinen schönsten Farben. Die richtigen Pflanzen machen jeden Balkon zum Wohlfühlort. Harald Rammel

Sommertopf bringt Farbe und Wohlbefinden.

Ist die Jahreshälfte erreicht, müssen frische Pflanzen entsprechend kräftig sein, um in der Blütenfülle aufzufallen. Prächtige Topfpflanzen feiern den Sommer und bringen nochmals richtig Schwung auf ihre Terrasse.
Der Gärtner spricht dabei vom Sommertopf. Das sind Stauden oder extra kultivierte Sommerblumen im XXL-Format. Diese Pflanzen sind in der Lage, augenblicklich Löcher im Beet zu stopfen. Sie eignen sich natürlich auch wunderbar als Einzelpflanze auf der Terrasse. Sogar als langlebiges Mitbringsel bei sommerlichen Einladungen machen dekorierte Blütenpflanzen im Großformat beste Figur.

Sonnenprinzessin. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Sonnenprinzessin. Harald Rammel

Die Sonnenprinzessin, Blume des Jahres, ist ein Paradebeispiel für eine wundervolle Sommertopfpflanze. Buschig, reichblütig und wuchsstark zieht sie Blicke magisch an. Wertvoll, weil vom ersten Tag an in voller Blüte sind Sonnenhut, Sonnenbraut und Sonnenauge. Die gelb-orangen Stauden sind für Jahre Gäste im Garten oder Topf. Sehr zur Freude unserer Bienen.
Der Sommertopf muss aber nicht unbedingt gelb sein. Rosa Fingerhut, blauer Rittersporn, hellblaue Jolly Be, orange Fackellilien, orangerote Montbretien, knallrote Lobelien oder strahlendblauer Strauchsalbei beweisen das Gegenteil und bringen ordentlich Farbe ins Spiel.

Robin Hood. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Robin Hood. Harald Rammel

Blühende Pflanzpyramiden sind nicht zu übersehen. Gemeint sind hier nicht die beiden Flora-Sieger-Pyramiden in Alberschwende und Gaschurn. Gemeint sind hier die bekannten und nach wie vor beliebten Blumen Robin Hood, Schwarzäugige Susanne, Flammenwein und Sommerjasmin. Etwas größere Töpfe erhöhen die Standfestigkeit. Legt man beim Setzen einen großen Stein unten in den Topf, trotzen sie Wind noch zuverlässiger.
Ob nach dem Urlaub, zum Nachpflanzen oder einfach aus purer Freude: Sommertopfpflanzen sind die perfekte Wahl für Farbe im Sommer. Für ein Blumenmeer ohne Ende.

Pimp deinen Balkon

Freizeit auf Balkonien ist ein angenehmes Vergnügen, um sich wohlzufühlen, darf Grün aber auf keinen Fall fehlen. Egal ob Sommerflor oder winterfeste Gewächse. Für ganzjährige Bepflanzungen braucht es frostfeste Gefäße. Denn Wasser, Erde und Frost haben zusammen enorme Sprengkraft.
Für Gehölze nimmt man spezielle Erde. Enthaltener Leca oder Lavabruch senkt das Gewicht der Erde und verhindert das Zusammensacken des Substrates. Die Erde bleibt für mehrere Jahre im Topf und muss zuverlässig funktionieren. Und wenn man schon dabei ist: Denken Sie auch an eine automatische Bewässerung? Das könnte das Leben für Pflanzen und Pflanzenpfleger merklich erleichtern. Gartengestalter haben hier sicher entsprechende Lösungen bei der Hand.

Helenium. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Helenium. Harald Rammel

Dauerhafte pflanzliche Strukturen schafft man mit Gehölzen. Nicht die großen starkwachsenden sind gefragt. Der Fokus liegt auf langsam wachsenden, kleinwüchsigen Sträuchern. Laubabwerfende Gehölze eignen sich für alle Standorte – von Sonne bis Schatten. Immergrüne Pflanzen im Topf sind nichts für pralle Sonne. Hier ist die Gefahr von Trockenschäden im Winter bei gefrorenem Erdballen zu groß. Erhält der Balkon lediglich Morgen- oder Abendsonne, spricht nichts dagegen.

Gemüsegarten. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Gemüsegarten. Harald Rammel

Letztendlich entscheidet der verfügbare Platz über die Pflanzenwahl. Immergrüne wie Glanzmispel, Eiben, Lorbeerkirsche lassen sich gut durch regelmäßigen Schnitt in Form halten. Bevorzugt man blühende Gewächse, sind Hortensien, Zwergflieder, Etagenschneeball, Maiblumenstrauch, Scheinhasel, Zaubernuss oder Spindelstrauch verwendbar. Nett anzusehen ist auch kompakt wachsender Bambus und natürlich die verschiedenen Zwergahorn-Arten. Sind Früchte gefragt, sollte man an Beerenobst denken. Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Kulturheidelbeeren liefern uns zufriedenstellende Naschereien. Bei guter Pflege werden Säulenobstbäume wie Äpfel, Zwetschken oder Marillen zum Stolz ihrer Besitzer. Mehr zu ernten dürfte es jedoch mit Weintrauben oder bei etwas mehr Platz mit Minikiwis geben. Sie brauchen aber ein robustes Rankgerüst.

Natürlich ist unter den Gehölzen Raum für blühende Unterpflanzungen. Blühendes der Saison, aromatische Kräuter, auf Balkon oder am Dach ist viel möglich. In den Vorarlberger Baumschulen finden sie ein breites Angebot für diese Standorte.

Für Nachschub sorgen

Ab Mai erfreuen wir uns an eigenem Gemüse. Täglich gibt es Salate, Radieschen, Mairübchen zu ernten. Will man Hochbeet und Gemüsegarten optimal nutzen, sollte man entstehende Lücken rasch neu bepflanzen. Salate gehen dafür immer, Kohlgemüse auch. Fenchel, Bohnen, Randig und Mangold mag man auch gerne und werden jetzt nachgepflanzt. Nicht zu vergessen die wichtigen Herbstkulturen. Sprossenkohl, Röschenkohl, Grünkohl, Palmkohl, Winterwirsing, Kraut oder Lauch sind ideale Ergänzungen im Beet. Chinakohl, Zuckerhut, Endivien, Radiccio folgen in wenigen Wochen. Für die neuen Pflanzen an das Nährstoffangebot denken. Kohlgewächse brauchen einfach mehr Energie als Salate. Auch Lagerkarotten, Sellerie und Winterlauch mögen es gehaltvoller. Nur dann laufen sie zur Höchstform auf.

Mischkultur. Harald Rammel
Mischkultur. Harald Rammel

Es ist unabdingbar, regelmäßig Dünger nachzuliefern. Besonders in Hochbeeten und Töpfen. Hornspäne und Gemüsedünger fördern das Wachstum, Kompost­erde bringt Vitalität und Spurennährstoffe. Düngen sie ruhig öfters nach, vor allem bei Pflanzen mit langer Entwicklungsdauer.

Wasser lässt sich einfach durch bedeckte Erde sparen. Eine Mulchschicht hält den Boden länger feucht. Die Gießintervalle werden dadurch verlängert. Grasschnitt, etwa fünf bis acht Zentimeter locker aufgebracht, ist dazu ideal. Die Mulchschicht wird mehrfach über den Sommer ergänzt. Aber auch andere krautige Pflanzen eignen sich dafür. Rindenhäcksel wird bei Gemüse bestenfalls auf den Wegen verwendet. Die enthaltenen Gerbstoffe sind für das Gedeihen der zarten Gemüsepflänzchen nicht zuträglich.