Besser leben

Blumenwiese gepflanzt

23.09.2020 • 14:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Blumenwiese verschönert Straßen und Plätze. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Die Blumenwiese verschönert Straßen und Plätze. Harald Rammel

Gepflanzte Blumenwiesen verschönern die Gemeinde.

Die e5- und „naturvielfalt“-Gemeinde Frastanz geht 2020 erneut einen innovativen Weg beim öffentlichen Grün. Traditionell locken im Sommer unzählige Blüten der Rathausbepflanzung Blütenbesucher an. Die mehrmahdigen Wiesen neben dem Rathaus, beim alten Arzthaus und beim Lindenplatz tragen ebenfalls zur Artenvielfalt und Freude der Insektenwelt in der Gemeinde bei. In den letzten Jahren wurden im Gemeindepark die Hochbeete zum Wohle der Frastner Gemeindebürger unter anderem mit Gemüse bepflanzt. Diese Jahre setzt Markus Burtscher, in der Gemeinde für Gärtnereiangelegenheiten zuständig, neben Gemüse in den Hochbeeten auf die Blütenpracht einer gepflanzten Blumenwiese.

Jetzt ist Handanlegen gefragt: Markus Burtscher leitet in Frastanz das e5-Team und ist für Umwelt- und Naturschutzangelegenheiten zuständig. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Jetzt ist Handanlegen gefragt: Markus Burtscher leitet in Frastanz das e5-Team und ist für Umwelt- und Naturschutzangelegenheiten zuständig. Harald Rammel

Fröhliche Unordnung

Entwickelt wurde diese Art der Beetgestaltung von Gärtnermeister Andreas Dür aus Alberschwende. Er selektierte über mehrere Jahre ein Sortiment an dauerblühenden Sommerblumen, die allesamt mit viel Nektar oder Pollen aufwarten – ideal für Bienen und Schmetterlinge aller Art. Diese Pflanzen bewurzeln in der Gärtnerei. Mitte Mai werden sie schließlich gepflanzt, nachdem die Beete gut vorbereitet wurden. In fröhlicher Unordnung werden die Pflänzchen dann verteilt, es soll schließlich das Aussehen einer blühenden Wiese erreicht werden. Das Setzen geht durch die kleinen Erdballen sehr rasch. Dank der optimalen Beetbereitung und des dichten Wuchses fällt im Sommer kaum Jätarbeit an, sehr zum Wohle der Gemeindekasse.

Die bunte Pflanzenwahl zeigt beim Pflanzen schon erste Blüten. Ab Anfang Juni ist sie in Vollblüte, die bis zum Frost anhält. „Das unermüdliche Blühen unterscheidet die gepflanzte Blumenwiese gegenüber den ein- oder mehrjährigen Blumenwiesen“, weiß Dür. „Diese Wiesen haben im Juni und dann nochmals im Spätsommer einen Blüh-Höhepunkt. Dazwischen brauchen sie Zeit, um Samen auszubilden. Das ist im Ortszentrum nicht schön anzusehen. Die gepflanzte Variante ist eine ständig und intensiv blühende Futterquelle.“ Dür muss es wissen, denn schließlich hat er schon mehrjährige Erfahrung damit in Dornbirn und mehreren Wälder Gemeinden sammeln können. Das Konzept überzeugte die Verantwortlichen in Frastanz. Durch das erfrischende Blumenbild erfährt der Gemeindepark neben dem neuen Spielplatz eine weitere Aufwertung.

Agathe Egger kümmert sich um die gepflanzte Blumenwiese. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Agathe Egger kümmert sich um die gepflanzte Blumenwiese. Harald Rammel

Zufrieden zeigt sich auch Agathe Egger, die mit dem Unterhalt der Anlage betraut ist. „Die dichte Pflanzung lässt wenig Platz für Unkraut. Da haben wir wenig zu jäten und vielleicht sogar ein paar Blüten für einen Blumenstrauß“, sagt sie mit einem Lächeln. Die größte Freude an den Beeten haben jedoch die Bienen, deren Tisch nun den ganzen Sommer über gedeckt ist.