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Laschet deutet Rückzugsbereitschaft an

07.10.2021 • 17:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Laschet deutet Rückzugsbereitschaft an
AFP

CDU-Chef Armin Laschet hat einen Verzicht auf die Parteispitze angedeutet.

CDU-Chef Armin Laschet hat die Bereitschaft angedeutet, eigene Ambitionen für mögliche Jamaika-Verhandlungen mit Grünen und FDP zurückzustellen. „Wenn es mit anderen Personen besser geht, dann gerne“, so der Kandidat der deutschen Unionsparteien am Donnerstag. Weiter sagte er demnach: „Erst steht das Projekt, und dann die Person.“ Laschet kündigte bei einer Informations-Schaltkonferenz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine personelle Neuaufstellung auf einem Parteitag an.

Diese solle von der Spitze bis in die Gremien passieren. Die Partei brauche keine Schlacht mehr zwischen Personen, sondern einen gemeinsamen Konsensvorschlag. So wie er es in Nordrhein-Westfalen jetzt mit Henrik Wüst gemacht habe. Laschet hatte den nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Wüst am Dienstag als Nachfolger vorgeschlagen – als Ministerpräsident und als CDU-Landesparteichef.

Sondierungsgespräche

Laschet sagte demnach über die Verhandlungen mit Grünen und FDP am Sonntag und Dienstag, man sei sehr gut vorbereitet gewesen. Dass keine Vertraulichkeit habe geleistet werden können, sei kein gutes Zeichen. Viele Menschen würden noch auf eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP warten. „Wir müssen bis zur letzten Sekunde bereit sein und niemanden beschimpfen“, wurde Laschet zitiert. Er wisse nicht, wie SPD, Grüne und FDP ihre Themen in einer Ampel zusammenbringen wollten.

Statement von Laschet

Gegen 18.30 Uhr trat Laschet schließlich vor die Presse. „Das Angebot zu einer Regierungskoalition stehe bis zur letzten Sekunde“, sagte Laschet. Und zählte die Stärken der Union auf. Seinen Rücktritt kündete er allerdings nicht an. Es soll jedoch einen Parteitag geben, wo eine Personaldebatte geführt werden.

SPD, FDP und Grüne wollen Sondierungen am Montag fortsetzen

SPD, Grüne und FDP wollen ihre Sondierungen zur Bildung einer neuen deutschen Bundesregierung in der nächsten Woche fortsetzen und vertiefen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte am Donnerstag nach einer ersten gemeinsamen Runde aller drei Parteien in Berlin, aufgrund des „guten Gesprächs“ sei verabredet worden, dass es an diesem Montag weitergehe. Das Wochenende solle genutzt werden, „um eine intensive Woche der Sondierungen vorzubereiten“.