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Impf-Unwillige sollen 150 Euro bekommen

03.09.2021 • 14:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
SPÖ-Chefin Rendi-Wagner
SPÖ-Chefin Rendi-Wagner APA/Georg Hochmuth

Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) will mit Anreizen Impfquote erhöhen.

Mit Ende des Sommer und dem bevorstehenden Schulbeginn warnt SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner vor einem noch stärkeren Anstieg der Corona-Infektionszahlen. Mit 1.753 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden sei der Wert „sieben Mal so hoch wie vor einem Jahr“, erklärte sie bei einer Pressekonferenz. Die Zahl der Corona-Patienten in Spitälern sei mit 543 vier Mal so hoch wie im letzten Jahr.

Angesichts dieser Entwicklung müsse die Regierung nun alles daran setzen, die stagnierende Impfquote zu steigern, erklärte die Medizinerin. Auch mit Anreizen. Die SPÖ fordert daher einen „Impfhunderter“. Jene, die sich bisher nicht impfen haben lassen, sollen 100 bis 150 Euro für ihre Bereitschaft bekommen. Laut Rendi-Wagner haben zuletzt Studien aus Deutschland gezeigt, dass damit die Quote um 10 bis 20 Prozent erhöht werden könnte. „Aber da müsste man freilich auch an anderen Schrauben drehen.“

Rendi-Wagner: „Untätigkeit grob fahrlässig“

Der Regierung wirft Rendi-Wagner über den Sommer schwere Versäumnisse vor. Es sei absehbar gewesen, dass die Zahl der Impfungen stagnieren werde. Dennoch „kündigt die Regierung erst jetzt an, einen Plan auszuarbeiten“. Es könne nicht sein, „dass man sich das erst wenige Tage vor Schulbeginn überlegt. „Diese Untätigkeit der Regierung war grob fahrlässig.“

Einer möglichen allgemeinen Impfpflicht erteilte die Parteichefin jedoch eine Absage. Sie begrüße Verpflichtungen im pädagogischen und Pflegebereich, eine allgemeine Verpflichtung „wäre aber der falsche Weg“. Man müsse stattdessen mit Überzeugung und Aufklärung arbeiten.